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Kuriositäten

Wussten Sie schon, dass auf den großen Ingenieur und Tüftler Thomas Alva Edison etwa 1.400 Erfindungen zurückgehen? (Er begann seine berufliche Laufbahn als Zei-tungsverkäufer auf Bahnsteigen.) Aber auch der weitgehend unbekannte Bastler John Craig gehörte mit Patenten auf 938 selbständige Erfindungen zu den erfin-dungsreichsten Köpfen der Welt. Craig starb mit 84 Jahren in London 1941.

Wussten Sie schon, dass unser menschlicher Körper nicht nur aus 14 kg Knochen und 1,1 kg Haut besteht, sondern auch Phosphor enthält der für 6000 Streichhölzer ausreichen würde? Hinzu kommt Fett für ca. 50 kleine Kerzen. Den Bauingenieur mag interessieren, dass in unserem Körper soviel Kalk enthalten ist, dass man einen Hühnerstall weiß streichen kann. Außerdem enthält er Eisen, um 10 Nägel von 13 cm Länge anzufertigen. Mit dem Glyzerin des menschlichen Körpers könnte man sogar 15 Kg Sprengstoff herstellen. Dazu kommen noch ein paar andere Kleinigkeiten, so eine Prise Kupfer und ca. 250 g Zucker. Hoffentlich kommt da nicht mal jemand auf dumme Ideen von wegen „alternative Baustoffe“.

Alternative Hausideen
Ein Dach überm Kopf braucht (fast) jeder. Gute Einfälle können mitunter mangelnde Finanzen ersetzen. So hat sich im US-Bundesstaat Florida ein erfindungsreicher Kopf ein Haus mit 3 Zimmern gebaut aus nichts anderem als etwa 12.000 Ölkanis-tern, die bei Tankstellen weggeworfen wurden sowie 14 Sack Zement und 5 Fuhren groben Sand. Täglich kommen Besucher und sogar Architekten, um sich von der noch immer sehr guten Isolierkraft der Wände aus Blechkanistern zu überzeugen. Im US-Bundesstaat Nevada gibt es die längst verlassene und verfallene Minenarbei-ter-Siedlung Rhyolite. Dort hat ein alter Farmer die leeren Schnaps- und Weinfla-schen aus den vielen Gastwirtschaften zusammengetragen und daraus ein sehr kuri-oses Haus in dieser Geisterstadt errichtet. Mit ein paar Balken und mit viel Leim ist so ein stabiles Bauwerk entstanden. Die verwendeten Flaschen schauen mit ihrem Flaschenboden nach außen und bilden schon durch das verschiedenfarbige Glas ein eigenartiges Muster. In dem bewohnten Haus befindet sich heute für die hier Station machenden Reisenden ein Andenkenladen. Im US-Bundesstaat Wisconsin hat ein Institut für Papierchemie unter großzügiger Auslegung der dort geltenden Bauvorschriften und mit großer Experimentierfreude ein Einraumhaus aus zolldick zusammengepresstem Papier gebaut. Dabei wurde normales Papier mit einem kleinen Kunstharzzusatz versehen. Für das so entstan-dene Haus betrugen die Materialkosten vor 50 Jahren ganze 50 Dollar. Trotz der am Aufstellungsort herrschenden wenig günstigen klimatischen Voraussetzungen hatte das Versuchshaus die ersten 5 Jahre ohne schadhafte Veränderungen überstanden. Wahrscheinlich wäre auch heute noch ein solches „Papierhaus“ zu billig, um in Ka-tastrophengebieten kurzfristig für Notunterkünfte zu sorgen? Deutlich teurer war da ein schon 1948 in den USA erbautes Haus aus Weizenstroh. Es kostete 2800 Dollar, allerdings für 5 Räume. Gerühmt wurde es von seinem Be-sitzer für die erreichte Wärme und Behaglichkeit. Auch architektonisch (wir Ingenieure sollten besser von „Baukultur“ sprechen).gibt es manche kuriosen Bauwerke So wollte im US-Bundesstaat New Yersey in Marget City eine ins Alter gekommene Zirkusfamilie ein für sie typisches Haus bauen, nämlich in Form eines riesenhaften Elefanten. Über Wendeltreppen in den Hinterbeinen gelang-te man zu den im riesigen Leib gelegenen Wohnräumen. Ähnlich einem Wintergarten gab es im Kopfbereich eine Diele, über die man mittels einer Treppe auf das Haus-dach (den Elefantenrücken) und dort zu einer Terrasse gelangen konnte. Über das weitere Schicksal dieses Elefanten-Hausees ist allerdings nichts bekannt. Und ob ein solches Gebäude unserem mitteleuropäischen Geschmack entspricht (von der Ein-haltung unserer Bauvorschriften ganz zu schweigen), müsste auch noch überlegt werden.

Noch eine „bauliche Kuriosität“: Das einzige Denkmal für Adam, den Mann von Eva und nach der biblischen Legende der Stammvater der Menschheit, steht in Baltimore. Oder kennen Sie noch ein weiteres Beispiel dafür?

 

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