Wirtschaftsdelegation aus Venezuela zu Gast im Land Brandenburg
Am ersten Tag der Reise standen der Besuch des Güterverteil - Zentrum Wustermark, des Leibniz - Institut für Agrartechnik Potsdam - Bornim sowie der Zukunftsagentur Brandenburg auf der Tagesordnung.
Aufgrund der Lage im Dreieck Berlin - Wustermark - Potsdam verfügt die Gemeinde Wustermark über besondere Standort- und Entwicklungsvorteile. Die vorhandenen Potentiale in den Wohnungsbau- und Gewerbegebieten führen zusammen mit der Naturlandschaft Döberitzer Heide zu einem nahezu idealen Zusammenwirken von Wohnen, Arbeit und Freizeit vor den Toren der Landeshauptstadt Potsdam und der Bundeshauptstadt Berlin.
Das Gebiet liegt auf der Entwicklungsachse Berlin - Spandau - Nauen und hat gute Verkehrsanbindungen an die Städte Berlin, Potsdam, Nauen und Falkensee.
In den letzten 20 Jahren konnten die Ingenieure in der Region um Wustermark ein deutliches Zeichen ihres Könnens hinsichtlich des Aufbaus einer Verkehrsinfrastruktur als Drehkreuz für Logistik und Dienstleistungen setzen.
Der Empfang fand im Rathaus der Gemeinde Wustermark statt, bei dem der stellvertretende Bürgermeister Herr Gultschau anschaulich die Entwicklung der Region erläuterte. Die Vertreter von Venezuela waren sehr von den Leistungen angetan und stellten viele Fragen.
Als weiterer Tagesordnungspunkt stand der Besuch des Leibniz - Institut für Agrartechnik Potsdam - Bornim an. Im Vordergrund standen dabei die Forschungsarbeiten im Bereich des viertelindividuellen Melkens sowie sensorgestützte Lösungen zur Qualitätsbestimmung bei Milch und Fleisch. Darüber hinaus konnten Forschungsergebnisse zur Energieeffizienz in der Tierhaltung vorgestellt werden.
Hier erfuhren die Gäste etwas über hochinnovative Ideen in Techniken der Landbewirtschaftung. Gerade im Bezug der Milchproduktion war das Interesse groß, wenn man bedenkt, dass Venezuela 90 Prozent der Milch als Pulver importiert, besteht auf diesem Gebiet viel Nachholbedarf. Institutsleiter Prof. Dr. habil. Rainer Brunsch sowie seine Kolleginnen Dr. agr. Christiane von Haselberg und Dipl.-Ing. agr. Helene Foltan nahmen sich viel Zeit und stellten den Besuchern einige Verfahren und Techniken vor.
Im Anschluss empfing der Leiter der Abteilung Europa und Internationales im Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten, Herr Reinhard Oehler die Gäste, um in einem Gespräch die Möglichkeiten einer wirtschaftlichen Beziehung zwischen beiden Regionen zu erläutern.
Ein langer Tag ging zu Ende mit vielen Eindrücken, die bei einem gemeinsamen Abendessen ausgewertet wurden.
Am zweiten Tag der Reise wurde der Fachbereich Wald und Umwelt der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde besucht. Hier konnten die Gäste aus Venezuela zur Ausbildung von Fachkräften im Bereich der Forstwirtschaft viel erfahren. Denn eine erfolgreiche Entwicklung setzt eine gute Bildung voraus. Dies wurde während der zweitägigen Rundreise durch die Gäste immer wieder erkannt.
