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HOAI stand hoch im Kurs

In der darauf folgenden Mitgliederversammlung gab Kammerpräsident Sommer wieder allgemein interessierende Informationen über die berufspolitische Arbeit der Brandenburgischen Ingenieurkammer und beantwortete die vor der Mitgliederversammlung eingereichten Fragen der Teilnehmer vor Ort.

Zunächst ging er dabei auf das aktuelle Thema „Ingenieurausweis“ ein.

Wie Sie wissen, hat die Ingenieurkammer Sachsen für deren Mitglieder einen solchen Ausweis auf den Markt gebracht. Bei vielen Mitgliedern der BBIK kam schnell die Frage auf, ob auch sie einen solchen Ausweis erhalten.

Der Kammerpräsident gab den Hinweis, dass alle Mitglieder in naher Zukunft über Gründe und Absichten eines solchen Dokumentes seitens der BBIK informiert werden.

Weiterhin konnte Herr Sommer über die Möglichkeit der Selbsteintragung von Weiterbildungspunkten aus Seminaren auf das jeweilige Mitgliedskonto informieren. Dazu berichtet die Geschäftsstelle in einem Extra-Beitrag des aktuellen Kammer-Reports.

Als eine Schlussfolgerung aus bisherigen regionalen Mitgliederversammlungen in 2008/2009 regt die BBIK die Mitglieder dazu an, Fragen und Themen schon im Vorfeld der Veranstaltung an die Geschäftsstelle der BBIK per E-Mail zu richten. Durch deren vorherige Übermittlung kann in der Versammlung darauf gezielter und ergebnisreicher eingegangen werden.

Einige Mitglieder nahmen die Möglichkeit wahr und somit standen Probleme, die sich um die Abrechnung von Ingenieurleistungen nach der HOAI drehen, an diesem Tag hoch im Kurs.

So kam es, dass von Seiten der Mitgliedschaft die Frage an alle Anwesenden gestellt wurde, wer die weitere Novellierung der HOAI begrüßt? Es wurde weiterhin die Meinung geäußert, dass durch dauernde Änderung von Verordnungen und Richtlinien nur ein Chaos für alle Planer entsteht, in dem nur wenige die Übersicht behalten.

Einige Mitglieder waren über den harten Kurs gegen die HOAI durch ein Mitglied verblüfft. Natürlich hat die überarbeitete HOAI auch positive Änderungen mit sich gebracht. Für Ingenieure und Architekten wurden u. a. 10 % mehr Honorar vereinbart. Und das ist gut so!

Das nicht alle Teile der novellierten HOAI die Leistungen der Planer honorarrechtlich regeln und sie damit einem Preiswettbewerb aussetzen, bleibt nach wie vor das wichtigste Argument für das Engagement der Kammer, um diesen Zustand zu verändern.

Vorstandsmitglied Dr. Zauft gab zur Antwort, dass es natürlich ein Problem ist, alle Planer zu überwachen. Erst recht, Kollegen aus anderen Bundesländern. Die BBIK kann immer wieder nur an ihre Mitglieder appellieren, Verstöße gegen die HOAI der Geschäftsstelle zu melden. Dies wird leider nicht oft in Anspruch genommen und kann wohl daran liegen, dass die Angst entsteht, daraufhin keine Aufträge mehr zu erhalten.

Erst im vergangenen Jahr konnte ein wesentlicher Verstoß gegen die HOAI mit Hilfe einer Anzeige aufgedeckt und durch die BBIK zum Gerichtsverfahren gebracht werden.

Die Brandenburgische Ingenieurkammer scheut sich dabei nicht, gegen öffentliche Auftraggeber gerichtlich vorzugehen. Auch wenn nicht jeder Fall erfolgreich abgeschlossen wird, so tragen sich doch zu mehr Einsicht und Regulierung des Marktes bei.

Wie geht es weiter mit der HOAI?

Das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sind zur 6. Novelle der HOAI miteinander verbrieft.

Die Minister beider Bereiche verständigen sich, tauschen sich aus und arbeiten mit Fachleuten aus den Länderkammern zusammen.

Es wurde sich in der Hinsicht geeinigt, dass zunächst die fachlichen Leistungsbilder überarbeitet werden. Dazu zählen die Teile VI sowie X - XIII.

Neu ist auch, dass Fachleute aus den berufsrelevanten Länderkammern und dem AHO an der HOAI arbeiten. Dies bringt Erfahrungen aus der Praxis mit sich und spricht für eine Erarbeitung einer alltagstauglichen HOAI.

Im Herbst 2010 soll ein überarbeitetes Leistungsbild und gleichzeitiges Gutachten der aktuellen HOAI vorliegen. Bis zum Ende der Legislaturperiode der aktuellen Bundesregierung soll die Novellierung der HOAI umgesetzt sein.

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