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Symposium "Der Tragwerksplaner" 2010

Die Auswertung der Evaluierungsbögen, etwa jeder zweite hat seinen Bogen ausgefüllt, bescheinigte dem Symposium einen guten bis sehr guten Erfolg. Die Mischung aus praktischen und berufspolitischen Vorträgen versprach denn auch im Vorfeld schon interessant zu werden. Dazu trug ganz sicher auch die Vorstellung des neuen Campus der HTW in Oberschöneweide bei. Die dortigen Bauingenieurstudenten halfen aktiv, die Teilnehmer zu betreuen. Mit der Vorstellung der neu eingerichteten ehrwürdigen Gebäude des ehemaligen Kabelwerkes Oberspree demonstrierten Sie ebenso ihren Stolz auf ihre Hochschule wie mit den Führungen durch das neue Laborgebäude.

Der große Hörsaal war fast gefüllt, als gut aufgelegte Referenten über die Einführung der Eurocodes und die neue DIN 18008 berichteten. Erfreulich, dass die ersten beiden Teile der Glasbaunorm nur jeweils aus 12 Seiten bestehen. Ein Raunen im Saal, als der Gesamtumfang aller Eurocodes bekannt gegeben wurde. Er enthält in der Summe mehr als 5000 Seiten. Über 20% davon sind allein dem Stahlbau gewidmet. Folgerichtig musste sich Karsten Kathage, Referatsleiter Stahlbau beim Deutschen Institut für Bautechnik, im Anschluss an seinen interessanten Vortrag die Frage gefallen lassen: „Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld ...“

Weitere Fachvorträge beschäftigten sich mit dem Einsatz von Stahlfaserbeton und der Erkennung und Beurteilung von Schäden an genagelten Holzbindern. Torsten Löser, einziger Referent, der kein Bauingenieur war, berichtete über verschiedene Klauseln in Haftpflichtversicherungspolicen. Er verwies eindringlich auf die Notwendigkeit, sich mit den Versicherungsregeln zu befassen, solange kein Schaden entstanden ist. Im Foyer stellten die Softwarehäuser mb, RIB und Glaser-CAD ihre Neuentwicklungen vor. Der Verlag Ernst & Sohn präsentierte sein wie immer umfangreiches und aktuelles Fachbuchrepertoire.

Ein viel beachteter Höhepunkt war ganz sicher der Auftritt des Präsidenten der Bundesvereinigung der Prüfingenieure. Hans-Peter Andrä spickte seinen Vortrag über Fehler in der Prozesskette Planen-Bauen-Nutzen mit Beispielen aus der Baugeschichte. Er verwies aber auch auf aktuelle Schadensfälle in Deutschland und setzte so erneut einen starken Akzent für die Erhaltung des Vier-Augen Prinzips. In der späteren Podiumsdiskussion konnte er das nochmals verdeutlichen und erhielt folgerichtig die Zustimmung aus dem Auditorium.

Der Erfolg der Veranstaltung und die Zustimmung aus dem Publikum werden wohl zu einer Wiederholung führen. Ob es das Symposium im Jahresrhythmus geben wird oder ob sich ein Turnus von zwei Jahren ergibt, bleibt abzuwarten.

Dirk Werner

Vorstandsmitglied der BBIK und Hochschullehrer an der HTW Berlin

Die Vorträge zur Veranstaltung können Sie hier herunterladen.

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