www.bbik.de » Archiv » Mitteilungen » Liste » Mitteilungen 2011 » Liste » 11. Sachverständigentag

11. Sachverständigentag

Neben allgemeinen Informationen zu Entwicklungen im Sachverständigenwesen, wurde am Vormittag auf die Befangenheit des gerichtlichen Sachverständigen eingegangen. Für den Vortrag zur Befangenheit von Sachverständigen wurde Prof. Jürgen Ulrich, Vorsitzender Richter am Landgericht Dortmund und Inhaber eines Lehrstuhls für Baurecht, gewonnen. Neben den Grundzügen des Befangenheitsrechts und daran anschließend die diversen Befangenheitssituationen, orientierte sich Herr Ulrich an der jüngeren Rechtsprechung. Der Inhalt seines Vortrags, aber auch die Vortragsweise begeisterte alle Teilnehmer gleichermaßen. Er traf damit genau den Nerv der Ingenieure.

Seit Jahren boomen Befangenheitsanträge, insbesondere gerichtliche Sachverständige betreffend, wie dies die stetig steigenden Jahreszahlen der dazu veröffentlichten Entscheidungen belegen. Es ist heute auch keineswegs so, dass die Richter an den einmal von ihnen ausgesuchten Sachverständigen durchweg beharrlich und unbedingt festkleben; spätestens die Beschwerdegerichte tarieren die Grenzen zum noch Zulässigen jetzt bedeutend filigraner - und auch kritischer - aus als früher.

Anhand von vielen Rechtsfällen konnte Prof. Ulrich den Teilnehmern das verdeutlichen.

Am Nachmittag erhielten die Teilnehmer einen Überblick hinsichtlich wichtiger Sicherheitsfragen beim Umgang mit dem Internet im täglichen Einsatz eines Ingenieurbüros. Als stellv. Chefredakteur des Magazins für Computertechnik c´t konnte kaum ein besserer als Georg Schnurer die Gäste darüber informieren. c't stellt in loser Folge Hard- und Softwareprojekte vor, die über einen normalen Artikel hinausgehen.

So erfuhren die Gäste wichtige Tricks und Kniffe für die tägliche Arbeit bei der Aufbereitung von Daten, Datenbeständen und deren fälschungssichere Archivierung.

Wie verhalte ich mich im World Wide Web? Diese Frage stellte Herr Schnurer zum Anfang seines ersten Vortrages den Zuhörern, welche sich knapp beantworten lässt:

Besonnen, also weder hysterisch ängstlich, noch leichtsinnig naiv. Doch wie sieht der besonnene Umgang mit dem Internet und seinen Möglichkeiten für ein Unternehmen aus?

Zunächst einmal gilt es, sich auf einer soliden und sicheren Basis ins Netz zu begeben. Dazu gehört vor allem erst einmal ein abgesicherter Rechner mit einem Virenscanner sowie aktuell verfügbaren Sicherheitspatches und Updates für das Betriebssystem. Im geschäftlichen Umfeld kommt man kaum umhin, hier in eine Lizenz für eine kostenpflichtige Lösung zu investieren. Alle PCs im Büro und auch der Rechner daheim müssen mit einem aktuellen und gepflegten Betriebssystem arbeiten.

Jedoch kann auch gesagt werden, dass Sie Ihren PC so stark verriegeln und verrammeln können wie Sie wollen, 100prozentige Sicherheit werden Sie nie erreichen. Wichtig ist vor allem, dass der gewählte Schutz im Betrieb nicht mehr als nötig behindert. Ein extrem zuverlässiger Virenscanner nützt überhaupt nichts, wenn er die Arbeit behindert und deshalb nach kurzer Zeit deaktiviert wird.
Zudem geben selbst Sicherheitsfachleute heute unter der Hand zu, dass es angesichts der ständig zunehmenden Schädlingsschwemme nicht mehr die Frage ist, ob ein PC infiziert wird, sondern eigentlich nur noch, wann das passiert. Aus diesem Grund ist ein funktionierendes Backup und Archiv für ein Unternehmen ebenso wichtig, wie ein sicherer PC. Verschiedene Backupsysteme stellte Herr Schnurer den Teilnehmer vor.

Im letzten Teil der Veranstaltung wurde es noch einmal praktisch. Referent Jens Kestler ging auf Möglichkeiten der Digitalfotografie und der Bearbeitung von Bildern unter Beachtung gesetzlicher Vorschriften ein. Herr Kestler ist seit 25 Jahren in der Fotobranche tätig und seit 2002 Dozent für digitale Fotografie. Sein Fachgebiet ist die Schadensdokumentation für die Bau- und KFZ-Branche.

In seinem Vortrag erklärte er den Gästen, wie Sie die Funktionen einer Digitalkamera richtig nutzen und zeitsparend Bilder bearbeiten können. Es wurde speziell auf die Bedürfnisse der Sachverständigen und Baugutachter eingegangen, da hier oft besondere Aufnahme-Situationen vorkommen.

Weiterhin wurden typische Bildmotive unter Berücksichtigung von unterschiedlichen Kameraeinstellungen, Ausleuchtungen und Perspektiven besprochen und auf den sinnvollen Einsatz von Aufnahme-Zubehör wie Stufengraukeil, Rissbreitenkarte, Aufsichts-Farbkarte, Ringleuchte, etc. hingewiesen.

Darüber hinaus stellte Herr Kestler eine einfach zu bedienende Software für die Bildbearbeitung vor, welche sich besonders im Sachverständigenbereich als nützlich erweist.

Die Resonanz der Teilnehmer zeigte deutlich, dass die Themen und deren Referenten großen Anklang fanden. Nicht nur während den Vorträgen mussten die Referenten viele Fragen beantworten, auch danach wurden sie von den Gästen noch lange in Beschlag genommen.

Abschließend kann nur noch gesagt werden, dass der 11. Sachverständigentag eine rundum gelungene Veranstaltung war und allen Organisatoren dafür gedankt werden muss.

Energieeffizienzexperten

Newsletter-Anmeldung

Mitgliederlogin

Bitte geben Sie nur die ersten 5 Ziffern Ihrer Mitgliedsnummer ein.

Sie sind noch nicht Mitglied der BBIK?

Mitglied werden

Weiterbildung

Hier finden Sie unsere Veranstaltungen.

zur Übersicht