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Mit E-Mobilität um den „Grünen EuroSpeedway Lausitz“

Dazu nutzten wir das Angebot der ZAB zur Kontaktvermittlung mit den Firmen Porsche und „German E-Cars“ von der BTU - Cottbus.

Beide Firmen stellten ihre neuesten Kreationen bezüglich der E-Mobilität vor. Natürlich war im ersten Moment der neue Porsche mit E-Hybridantrieb das Zugpferd für die Gäste. Trotz der eingeräumten und fleißig genutzten Möglichkeit, sich mit mehreren solcher Fahrzeuge entlang des Lausitzringes zu bewegen, bestätigte sich die Erkenntnis, bis zur rentablen und kostengünstigen privaten Nutzung (Mobilität sowie Reichweite) wird noch viel Zeit vergehen. Im Fahrzeug selber stecken zusätzlich zur kombinierten Antriebstechnologie trotzdem andere ingenieurtechnische Innovationen bzw. „High Technologies“.

Das trifft auch auf die vorgestellten Nutzfahrzeuge der Firma German E-Cars zu. Ihr Vorteil liegt allerdings darin, dass sie eine hervorragende Alternative für kommunale Fuhrparks und Bauhöfe sind. Sie sind also schon praxistauglich! Es werden herkömmliche Nutzfahrzeuge mit der entsprechenden Elektroantriebstechnologie ausgerüstet. Immerhin reicht die Tagesentfernung bis zu 130 Km. Größer ist ein täglicher Aktionsradius von Kommunalfahrzeugen kaum. Inzwischen können aber bei entsprechender kommunaler Infrastruktur Pausen für Kurzzeitaufladungen genutzt werden. Nach Dienstende besteht eine generelle Lademöglichkeit. Eine solche kommunale Infrastruktur ist selbstverständlich auch interessant für die private Nutzung bzw. Entwicklung des Tourismus und Erweiterung von regionalen Geschäftsfeldern in Kommunen. Damit sind weitere Möglichkeiten von regionalen Wertschöpfungsketten in Kommunen aufgezeigt.

Eine solche Komplettlösung der Stromerzeugung für Stromtanken stellt der Lausitzring selbst vor. Bei der Konzeption der Abstellmöglichkeiten für Besucherfahrzeuge wurden 1.000 m² Stellfläche mit PV-Anlagen überdacht. Integriert sind an verschiedenen Plätzen Viererblöcke mit entsprechenden Kraftstromsteckdosen als „Tankstellen“.

So schließt sich der Kreis verschiedenster Möglichkeiten zur externen Erzeugung von Strom und Wärme für eine quartierbezogene Eigenversorgung.

Auch mit dieser zweiten Veranstaltung wollten wir den Ingenieuren und Kommunalvertretern zeigen, was und wie können Ingenieure in Kommunen gemeinsam zum Thema Energiewende wirken, planen und umsetzen.  Die ingenieurtechnische Kooperationsplattform entwickelt sich somit Stück für Stück zu einer ernsthaften Qualifizierungs- und Bildungsplattform für Ingenieure, Handwerker und Kommunen.

Nahwärmeversorgung aus einer Biogasanlage für das Dekra-Forschungszentrum, die z. Zt. größte Windkraftanlage zur Stromerzeugung mit örtlicher Einspeisung und Verbrauch und die solaren Stromtankstellen sind ein praktisches Beispiel stabiler Erzeugung von Strom und Wärme für den regionalen Verbrauch.

Die Erzeugung und Nutzung von regenerativen Energien macht aber letztendlich nur Sinn im Einklang mit energieeffizienter und nachhaltiger Bauweise. Bauen mit Bausystemen auf Basis Nachwachsender Rohstoffe (NAWARO) wurde als Thema am 17.10.2013 im Vorfeld des Besuchs auf dem Grünen Lausitzring auf einer gemeinsamen Fachtagung der Brandenburgischen Ingenieurkammer (FS NEU), der Brandenburgischen Architektenkammer und mit Unterstützung des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) sowie der ARGE Bioenergie Region Ludwigsfelde in der Potsdamer Staatskanzlei erfolgreich diskutiert (siehe nachfolgenden Bericht von Norbert Seidel).

Mit diesen beiden und weiteren Veranstaltungen ziehen wir für 2013 eine erfolgreiche Bilanz. Neue Partner, neue Qualifizierungsansätze und Inhalte, neue Formen der Wissensvermittlung, neue Sichtweisen zu den Themen Nachhaltigkeit, Energie und Umwelt wurden gefunden und vorgestellt. Sie sind Grundlage für weitere Planungen und Organisation von Veranstaltungen im Jahr 2014.

Dazu finden bis zum Jahresende bereits verschiedenste Beratungen und Abstimmungen im Rahmen der ingenieurtechnischen Kooperationsplattform statt. Erste Projekte sind skizziert und werden bereits organisiert. Starten werden wir auf der Bautec 2014 (18. Februar bis 21. Februar 2014). Auf dem Messestand der Firma Schulz-Baubedarf GmbH (Halle 21a, Stand 137) installiert die ingenieurtechnische Kooperationsplattform eine

„Infobar-Energiewende“. Dargestellt werden Möglichkeiten regenerativer Energieerzeugung und die Nutzung von Bausystemen auf Basis nachwachsender Rohstoffe (NAWARO).

Erstmalig wird ein großes Bau-Forum durch die Firma Schulz Baubedarf GmbH organisiert. An drei Tagen haben wir dort die Möglichkeit einen  Fachvortrag anzubieten. Thema wird sein, „Verantwortung und Aufgaben von Ingenieuren und Kommunen in der Energiewende.  Möglichkeiten zur Energieeffizienz an Gebäuden mit nachhaltigen Bausystemen auf Basis Nachwachsender Rohstoffe (NAWARO)“.

Dazu sind alle recht herzlich eingeladen. Interessenten können sich bei der BBIK und der ARGE Bioenergie Region Ludwigsfelde Gutscheine für einen kostenfreien Eintritt bestellen. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass nur ein beschränktes Gutscheinkontingent vorliegt. Dazu gehen Sie bitte regelmäßig auf die entsprechenden Internetseiten. Die Messe wird voraussichtlich ab Dezember 2013 auf der jeweiligen Homepage der Ingenieurkammer und der ARGE Bioenergie-Region-Ludwigsfelde beworben.

Wir freuen uns schon jetzt darauf, Sie auf dem Stand und im Forum begrüßen zu dürfen.

Stephan Thude

Leiter FS NEU der BBIK

Projektmanager Arge Bioenergie-Region-Ludwigsfelde

 

Fachtagung „Nachhaltiges Bauen“ gemeinsam mit den Architekten

 

Mit Unterstützung des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft haben die Brandenburgische Ingenieurkammer und die Brandenburgische Architektenkammer erstmals eine gemeinsame Weiterbildungsveranstaltung zu Themen des Nachhaltigen Bauens durchgeführt.

Die Staatssekretärin des MIL, Frau Kathrin Schneider verwies in Ihren einführenden Worten auf die nach wie vor unumgängliche Bedeutung der Nachhaltigkeit im Bauwesen, auch wenn der Begriff schon etwas überstrapaziert erscheint, umso entscheidender sind konkret messbare und bewertbare Ergebnisse.

Die etwa 130 Teilnehmer im Brandenburgsaal der Staatskanzlei konnten anschließend die Ausführungen des neuen Vorstandsvorsitzenden der Bundesstiftung Baukultur Herrn Reiner Nagel, verfolgen.

Baukultur und Nachhaltigkeit schließen nicht einander aus, sondern sind jeweils Kernbestandteile ihrer Inhalte. Ein baukulturell bedeutendes Objekt muss sich intensiv mit allen Facetten der Nachhaltigkeit auseinandersetzen und durch komplexe Entscheidungskriterien die bestmögliche Lösung realisieren.

Im Mai diesen Jahres erschien der überarbeitete Leitfaden des Nachhaltigen Bauen des Bundesministeriums für Bauen. Städtebau und Raumordnung. Aus erster Hand konnten die Teilnehmer vom Leiter der Geschäftsstelle Nachhaltiges Bauen im BBSR, Herrn Dipl.-Ing. Nicolas Kerz und somit dem verantwortlichen Verfasser die Neuerungen insbesondere für Bestandsbauten verfolgen. Nunmehr liegt erstmals ein Bewertungsinstrument für Komplettsanierungen vor.

Herr Andreas Brückner von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. informierte über Möglichkeiten und Entwicklungen zu ökologischen und CO2-neutralen Rohstoffreserven, eine Thematik, die gerade für das Flächenland Brandenburg mit einem Ministerium, welches Bauen und Landwirtschaft unter einem Dach vereint, von besonderer Bedeutung sein sollte.

An verschiedenen Beispielen machte Muck Petzet, Architekt und Generalkommissar des Deutschen Beitrages der Bienale 2012 in Venedig deutlich, dass die intensive Auseinandersetzung mit dem Bestand bei Umnutzungen durch Reduktion des Eingriffes in das Gebäude selbst hochgradig nachhaltig gestaltet werden kann. Unkonventionelle Denkansätze sollen überkommene Architekturegoismen ersetzen, stecken doch schon etwa 70% der Energie im beim Bestand schon vorhandene Rohbau.

Die Inhalte der Verträge sind auf den Homepages der Ausrichter nachzulesen.

Weitere Veranstaltungen zu Thema sollen folgen.

Dipl.-Ing. Norbert Seidel
Fachsektion NEU

 

Energieeffizienzexperten

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