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Preisverleihung Fotowettbewerb BBIK

Im März vergangenen Jahres lobte die Brandenburgische Ingenieurkammer unter Schirmherrschaft des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport sowie des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburgs einen Fotowettbewerb „ Dein Blick • dein Klick • dein Foto gewinnt!“ für junge Hobbyfotografen zwischen 14 und 25 Jahren aus.
Eingebettet in die Kampagne zur Ingenieur-Nachwuchsgewinnung „Ingenieure treffen Schule“ waren diese aufgerufen, ihren ganz eigenen Blickwinkel von ingenieurtechnischen Leistungen im täglichen Leben bildlich festzuhalten. Mehr als 300 Fotos sind bis zum 30. Oktober eingegangen.
Eine Resonanz, die die Brandenburgische Ingenieurkammer hoffen lässt, dass sich immer mehr junge Menschen auch technischen Themen zuwenden.

Die Jury hat die Gewinner in den beiden Altersklassen 14 – 18 Jahre und 19 – 25 Jahre ermittelt. Am 15.01.2013 fand im Gubener Stadt- und Industriemuseum, Wilfried-Wilke-Platz; Gasstraße 5, 03172 Guben die offizielle Preisverleihung für beide Altersgruppen statt. Gleichzeitig wurde am 15. Januar 2013 eine vierwöchige Ausstellung mit den Siegerfotos und weiteren ausgewählten Wettbewerbsbeiträgen in Anwesenheit des Präsidenten der Brandenburgischen Ingenieurkammer, Dipl.-Ing. Matthias Krebs sowie des Vorsitzenden der Gubener Stadtverordnetenversammlung, Klaus-Dieter Fuhrmann, des amtierenden Bürgermeisters der Stadt Guben, Fred Mahro, und der Museumsleiterin Heike Rochlitz eröffnet.

BBIK-Präsident Matthias Krebs freut sich über die Resonanz des zweiten Schülerwettbewerbs, den die Brandenburgische Ingenieurkammer auslobte: „In der heutigen schnelllebigen Zeit mit wachem Blick die eigene Umwelt wahrzunehmen und genau hinzuschauen, wie mit Ideen, Wissen und Können ein lebenswertes Umfeld geschaffen wird, war Motivation für die jungen Fotografen, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Die Bilder zeigen, dass es uns als Kammer gelungen ist, jungen Menschen eine manchmal völlig andere Sichtweise auf ihre Umwelt zu bieten, eine, die sie sich mit ihren Bildern selbst erarbeitet haben. Jetzt warten attraktive Preise auf die jungen Leute, Preise, die von vielen Partnern zur Verfügung gestellt wurden und ihnen hoffentlich viel Spaß bereiten.“

Matthias Bärmann, Geschäftsführer der Ingenieurgesellschaft Bärmann und Partner GbR, unterstützte die BBIK-Kampagne mit Blick auf den brandenburgischen Ingenieurnachwuchs im Rahmen eines Schulprojekts am Pestalozzi-Gymnasium Guben in den vergangenen Monaten besonders aktiv und erlebte die jungen Fotografen in Aktion: „Wenn junge Menschen erleben, dass ein Engagement über das Normale hinaus nicht nur Spaß macht, sondern auch noch eine besondere Würdigung erfährt, dann haben wir viel erreicht. Den Blick für das Außergewöhnliche, das architektonisch Wertvolle, stilistisch Beeindruckende, das in jeder Stadt zuhause ist, mit einer solchen Aktion zu fördern, unterstützt die Heimatverbundenheit und vielleicht auch den entsprechenden Berufswunsch. Dazu wollten wir die Schüler motivieren, und das gelang uns ganz hervorragend.“

Heike Rochlitz, die Museumsleiterin des Industrie- und Stadtmuseums Gubens freut sich über die Sonderausstellung in „ihrem“ Museum. Sie betrachtet diese als „wichtigen Teil der vielfältigen Muse-umspädagogik, die die Stadt Guben regelmäßig bietet“.

Die Ausstellung der Fotos fand mit Unterstützung des Rotary Club Guben vom 16.01. – 17.02.2013 im Stadt- und Industriemuseum Guben statt.
Zu den weiteren Partnern des Wettbewerbs gehören: der Abenteuerpark Potsdam, das Besucher-bergwerk F60, die Biosphäre Potsdam, die Erlebnisbahn GmbH & Co. KG, das Extavium, Hertha BSC, das NH Hotel Dresden, die SteinTherme Belzig, die Stuntcrew Babelsberg, der SV Babelsberg 03, das Kino Thalia, das Urania Planetarium Potsdam, Turbine Potsdam und der Ziegeleipark Mildenberg.  

Die Preisträger im Einzelnen:

Altersgruppe 19 – 25 Jahre

Platz 1 – Abraumförderbrücke F60 im Tagebau Welzow Süd von Marco Dreischke aus Hirschfeld

Die Aufnahme strahlt eine außerordentliche Dynamik aus, die Verkippung des Abraumes im spätem Tageslicht zeigt auf deutliche Weise, dass hier nie Ruhe einzukehren vermag, es ist ein Arbeitsplatz der rund-um-die-Uhr betriebsam ist.
Das Zusammentreffen von Technik und Natur ist ebenfalls auf dem Bild deutlich zu erkennen und spiegelt die menschlichen Einschnitte in die Natur wieder. Die im späten Licht leuchtenden Eimerketten ergänzen diesen Eindruck und die scheinbare Unendlichkeit des vage sichtbaren Horizontes lassen die Komplexität des Arbeitsplatzes Bergbau erahnen. 
Gleichermaßen wird deutlich, wie sich der Mensch die Schätze der Erde mühsam zu Eigen macht. Die Abraumförderbrücken zählen zu den größten auf dem Land beweglichen Maschinen. Die Bildkomposition zeigt ein nahezu perfektes Foto aus dem Arbeitsleben. Der Blick für die ingenieurtechnische Leistung wurde bei dem Bild am besten umgesetzt. Die gute Perspektive und die Lichtverhältnisse bringen sehr viel Dynamik und Spannung ins Bild.

Platz 2 – Windkrafträder von Josephine Schrader aus Berlin.

Eine ausdrucksstarke Aufnahme, die Naturgewalten und technische Innovationen in eine unmittelbare Beziehung setzt und darstellt und die Bedeutung der Natur widerspiegelt.
Der Gedanke, dass hier Ingenieures Schaffen am Werke war, wird offenbar und sichtbar. Das Bild strahlt eine starke Dynamik aus, die Wolken versinnbildlichen eine innewohnende Kraft, die es gilt durch den Menschen zu nutzen. Die großen Windräder wirken gegenüber den Wolkenmassen eher zerbrechlich. Wo ist mehr Energie enthalten: in den Wolken oder den Windrädern?


Umgekippter Mast mit durchwachsender Wiese
von Josephine Schrader aus Berlin.

Das Foto veranschaulicht, wie schon durch die Fotografin beschrieben, die Vergänglichkeit ingenieurtechnischer Leistungen, hier durch den Triumph der Natur über die Technik.

Die Wahl einer schwarz-weiß-Aufnahme unterstreicht dieses Ansinnen darüber hinaus, rostige Nieten und der alternde Stahl scheinen mit den Pflanzen dadurch in einer direkten Beziehung zu stehen.

Der Standpunkt der Betrachterin ist optimal gewählt, die Bildkontraste verlaufen gut, zudem liegt eine sehr gute Detailschärfe vor.    




Platz 3 - Name: Matrix? - Kölner Dom
von Anne Engels aus Berlin.

Eine Spitze des Kölner Doms als Innenansicht mit ihren filigranen Sandsteinstrukturen zeugt von der Handwerkskunst ihrer Baumeister und der klaren Linienführung der tragenden Konstruktion.

Der Bildaufbau ist mit der gewählten Asymmetrie gut gewählt, die Sanftheit des eintretenden Lichtes unterstreicht die Wirkung des Motivs auf den Betrachter.

Der Schärfebereich wechselt in angemessener Weise mit unscharfen Details des Bildes. Eine erstaunliche Abbildungsleistung in Anbetracht der Entfernung des Motivs.  


Platz 3 - Siemens-Martin-Ofen - im Industriemuseum Brandenburg an der Havel von Tobias Fünfstück aus Brandenburg an der Havel.

Ein schlafender Kollos der Technikgeschichte, der hinter einem Laufsteggitter Vorsicht gebietet, denn wehe wenn er erwacht. Wir sehen hier Ingenieurtechnik vergangener Tage durch die Dimension und die Rostfarbe des Objektes verdeutlicht wird. Die besondere Bedeutung des Siemens-Martin-Verfahrens liegt in der Wiederverwendung von Schrott für die Stahlerzeugung. Gießbühne und Abstichrinne bilden den Mittelpunkt, die farbliche „Grenzlinie“ Zaun markiert den gefährlichen Raum des Arbeitsprozesses in anschaulicher Weise. Guter Bildaufbau. Baukonstruktion und Technik im Grenzbereich der Materie – alles fließt.  

Zusätzlich wurden im Rahmen des Fotowettbewerbs in der Altersgruppe 19 – 25 Jahre Anerkennungen für die Bildmotive Kuppel vom Berliner Sonycenter an Josephine Schrader aus Berlin, der schmiedeeiserne Treppe in den botanischen Gärten von Glasgow an Anne Engels aus Berlin und dem CN Tower Toronto an Sarah Wietrzychowski aus Potsdam ausgesprochen.  


Altersgruppe 14 – 18 Jahre


Platz 1 - Gitterstäbe Ausschichtturm in den Rauner Bergen von Sandra Buske aus Doberlug-Kirchhain.

Das Thema des Wettbewerbes, besondere ingenieurtechnische Leistungen darzustellen, ist hier sehr gelungen. Die Stahlkonstruktion strömt durch ihre Farbgebung eine scheinbare Leichtigkeit aus. Unschärfen stehen im Wechselspiel mit scharfen Bereichen des Bildes und die Farbtönung des eigentlichen Hinter- (Unter-) grundes bringt ausreichend andere und ergänzende Farbe für eine derartige Bildaufteilung ins Spiel. Der Fluss einzelner Linien innerhalb des Bildes birgt genügend Spannung in sich, dieses Foto als besonders gut zu bewerten.

Platz 2 - Alte Färberei Guben von Justine Kusch vom Pestalozzi-Gymnasium Guben.

Die schützenden Ablufthauben auf den Rauchabzügen der Alten Färberei sind in dieser Anordnung als Dreiergruppe sehr reizvoll abgelichtet. Die auf hellen Schornsteinen thronenden technoiden Details stehen wirkungsvoll vor dem kräftigen Himmel. Das Spiel der drei dominanten Farben ist reizvoll dargestellt. Technik und Eleganz stehen im Einklang.  

Platz 2 - Rathaus Guben von Jean Paul Richter vom Pestalozzi-Gymnasium Guben.

Das Rathaus mit seiner Industriefassade der klassischen Moderne ist spannungsvoll ins Bild gesetzt worden und hat noch heute eine gute Ausstrahlung und optische Wirkung. Der Verlauf der eigentlich horizontalen Linien ist optisch sehr wirksam. Das Wechselspiel der Materialien Stein, Glas und Stahl kommt gut zur Geltung, die Bäume im Vordergrund unterbrechen die sonst etwas eintönige Farbwirkung der Gesamtfläche positiv. Vor einigen Jahren ist das Gebäude aus den Werkhallen der ehemaligen Gubener Hutwerke entstanden. Viele Mauern blieben erhalten und die neuen Fenster wurden den alten nachempfunden, ersetzt.

Platz 3 - Altbau in Guben von Tom Pankow vom Pestalozzi-Gymnasium Guben.

Der Altbau ist lichttechnisch optimal ins Bild gesetzt worden, die Farben in allen Bereichen des Bildes sind ausgewogen. Der Vordergrund tritt in seiner Wirkung etwas zurück, die Formensprache der Gebäudeelemente Balkon und Fenster dominiert. Die Einbindung des Gebäudes in seine Umgebung wirkt unterstützend für den guten Gesamteindruck. Der Laternenmast rechts im Vordergrund stützt den Ausdruck „Altbau“ signifikant. Das außergewöhnliche Wohnhaus besticht durch seine unterschiedlichen Formen, Verzierungen und Farben. Die Logen in der Anordnung sind ingenieurtechnische Leistungen und zeigen die Verknüpfung von Architektur- und Ingenieurleistung im Wohnungsbau. Das Bild ist geradezu ein Postkartenmotiv.

Platz 3 - Leuchtturm auf "Isle of Skye" von Vanessa Dill vom Pestalozzi-Gymnasium Guben.

er Leuchtturm auf der Isle of Skye hat eine beruhigende Ausstrahlung, er symbolisiert den Menschen sowohl Orientierung als auch Rettung, auch er ist ein Produkt ingenieurtechnischen Wissens und Könnens. Die technischen und architektonischen Bestandteile des Leuchtturms spiegeln dies wider. Das leicht ansteigende Mauerwerk bringt neben dem eigentlichen Turm etwas Spannung in das Bild. Die vertikale Aufteilung von Meer, Gebäude und Wiesenfläche im Vordergrund ist gut. Der wolkige Himmel stützt das ansonsten etwas dunkel geratene Foto positiv.

Zusätzlich wurden im Rahmen des Fotowettbewerbs in der Altersgruppe 14 – 18 Jahre Anerkennungen für verschiedene Bildmotive der Stadt Guben an mehrere Schüler des Pestalozzi-Gymnasium Guben ausgesprochen.

Die BBIK stellt gern für weitere Veröffentlichungen in Medien oder Publikationen den Interessenten die Pressemitteilung zur Verfügung: Pressemitteilung zum Download (pdf.) >

Das Bildmaterial für die Veröffentlichungen können Sie über die Geschäftsstelle der Brandenburgischen Ingenieurkammer telefonisch unter (03 31) 743 18 0 oder per E-Mail: info@bbik.de anfordern.

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