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Ein interessanter Besuch des BER

Nach kurzer Begrüßung durch Kammerpräsident Matthias Krebs übernahm zunächst Staatssekretär Bretschneider das Wort und führte drastisch und einprägsam allen Besuchern das Gegenteil von dem vor Augen, was die Medien über den BER berichten.

Sei es zu den Bauzeiten vergleichbarer Flughäfen und die Pannen an anderen Großprojekten, wie Stuttgart 21, die Elbphilharmonie in Hamburg oder das Blütenbad in Werder (Havel). Auch die äußerst ungünstige Ausgangslage mit dem Vergabedesaster wurde nachvollziehbar und glaubwürdig erläutert. Besonders interessant ist die tatsächliche Fluggastentwicklung der Berliner Flughäfen im Vergleich zur Prognose vor Planungsbeginn.

Der Geschäftsleiter und Technikchef des BER, Jörg Marks, erläuterte anschließend die gegenwärtige Problematik des erreichten Arbeitsstands und machte einige Ausführungen zu dessen Ursachen. Hierbei wurde deutlich, dass ein so großes Gebäude eben nicht mit normalen Maßstäben zu beurteilen ist und häufig ungewöhnliche und bisher nicht erprobte Methoden herhalten müssen, um z.B. die Problematik der Entrauchung zu lösen.

Besonders schwierig dabei ist die bisher vernachlässigte Konfliktplanung oder die Anpassung und Fortschreibung des Raumbuches.

Der anschließende sachliche Gedankenaustausch brachte für beide Seiten so manche Erfahrung mit sich. So z.B., wer denn zum Schluss die Objektplanererklärung gegenüber der Unteren Bauaufsichtsbehörde als Objektplaner unterschreibt.

Der darauf folgende Rundgang durch die einzelnen Bereiche der Abfertigungshalle zeigte deutlich, dass der Flughafen fertigt ist. Die herabhängenden Deckenklappen zeigten aber auch die noch notwendigen Anpassungs- und Änderungsarbeiten die zurzeit durchgeführt werden. Beeindruckend sind die vielen Schutzmaßnahmen für die schon fertig gestellten Bauteile.

Das Hauptgebäude ist 730 m lang. Das in Brand- und Entrauchungsabschnitte zu unterteilen, erfordert eben viele neue und bisher unbekannte Lösungen. Irgendwie wirkten die halbdunklen Hallen und Gänge geradezu gespenstisch und man erwartete mit jedem Moment Flugzeuglärm und tausende von Menschen. Nichts, nur eine eigentümlich ruhige Stimmung des doch nicht tief und fest schlafenden Riesen, die wir wohl nicht wieder erleben werden, denn der Flughafen BER kommt und wird in Betrieb gehen. Darüber waren sich alle Teilnehmer genauso einig wie, dass die Medien viel Unwissen und Halbwahrheiten in die Welt setzen.

 

Dipl.-Ing. (FH) Klaus Haake

Vorstandsmitglied BBIK

 

Energieeffizienzexperten

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