Brandenburgisches Wappen

...denn es ist gut, dass es Ingenieure gibt!


Ausgezeichnete Visualisierung der Bischofsburg in Lebus

Nur eine Woche nach dem Baukulturgespräch im ehemaligen Klosterbereich Stift Neuzelle und dem 2015 eingeweihten Museum „Himmlisches Theater“ fand das vierte Baukulturgespräch in diesem Jahr statt.

Das 4. Gespräch Baukultur vor Ort widmete sich dem Turmberg in Lebus und der Visualisierung der alten Bischofsburg, wofür die Landschaftsarchitekten mit einem Sonderpreis des Brandenburgischen Baukulturpreises 2015 gewürdigt wurden.

Durch den Geschäftsführer des Landschaftsarchitekturbüros BW&P Dipl.-Ing. Markus Thelen wurde das Projekt vor Ort erläutert.

Durch den Geschäftsführer des Landschaftsarchitekturbüros BW&P Dipl.-Ing. Markus Thelen wurde das Projekt vor Ort erläutert.

Hier kurz einige Daten: Die lange vorher freigegrabenen und wieder verfüllten Befestigungsanlagen und auch im Zusammenhang mit der Umsetzung des Projektes gefundenen Fundamentreste (Burgfried) wurden mit Cortenstahl deutlich über der geschaffenen Geländeebene ca. 0,7 m ü OFG sichtbar gemacht oder durch entsprechende Pflasterung geländegleich markiert. Es wurde gar nicht versucht „Mauerwerk“ zu erstellen, die realisierte Lösung strahlt eine angenehme Ruhe und Gediegenheit aus und passt sich an die gegebenen Baulichkeiten gerade dadurch an.

Sehr interessant waren auch Ergänzungen und tiefergehende his-

torische Erläuterungen, die durch den Stadtchronisten Manfred Hunger vor Ort aber auch im anschließenden Baukulturgespräch eingebracht wurden.

Im zweiten Teil der Veranstaltung, welcher von Prof. Dr. Wolfgang Schuster gekonnt moderiert wurde, war einerseits nochmal die ausgezeichnete Lösung der Visualisierung der alten Burg Thema.

Es bestand einhellige Meinung, dass es gelungen ist, den Standort mit seiner Historie im Bewusstsein der Besucher und der Einwohner aufleben zulassen.

Im weiteren Gespräch versuchten die Teilnehmer auf folgende Fragen Antworten zu finden:

Ist es spürbar, dass die Anzahl insbesondere von Touristen durch dieses kulturhistorische Highlight zunimmt?

Finden mehr Touristen den Weg zum Schlossberg?

Wie wird dieses Objekt von den Lebusern wahrgenommen?

Das Fazit der Meinungen zeigte auf, dass eine Vernetzung dieses historischen Ortes ein Mosaikstein für den sich zunehmend entwickelnden Tourismus in der unmittelbaren Oderregion ist. Für Besucher, insbesondere auch Radwanderer aus anderen Bundesländern wird damit die Geschichte der Region erlebbar und interessant.

Defizite, wie die mangelnde Ausschilderung in Lebus oder auch die fehlende „Streckengastronomie“ entlang der Radwege müssen dafür allerdings noch behoben werden.

Die Lebuser Bürger standen dem Projekt anfangs skeptisch gegenüber, jedoch wird das Ergebnis angenommen und unterstützt die Identifikation mit ihrer Stadt Lebus.

Die Veranstaltung war gelungen, ein kleiner Wehrmutstropfen ist immer dabei, direkt am Tag des Geschehens waren nur wenige Lebuser da – naja, die haben das DENKMAL ja vor der Tür.

PS.:

Interessant waren Aspekte und frisch in die Runde eingebrachte Ideen, wie besonders bei Kindern, jugendlichen Besuchern und hier lebenden jungen Menschen im Zeitalter der bequemen Informationstechnik Interesse für die Geschichte, direkt am und vor Ort oder in der Umgebung geweckt werden könnte. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, wenn die Macher von Geocaching Routen und Pokemon ihre User verstärkt auf historische Geschichtsrouten schicken würden. Geocaching hat dies meines Wissens schon aufgegriffen.

Also, hallo liebe jungen Ingenieure/innen und Eltern von geocachenden Jugendlichen und Pokemon vernarrten Kindern, was könnt Ihr dazu schreiben oder sagen?

Stefan Kunigam
Ausschuss Öffentlichkeitsarbeit


Link per E-Mail teilen

Ihre Empfehlung wurde erfolgreich an versendet!

Leider ist ein Fehler beim Senden aufgetreten.