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Baukulturgespräche vor Ort

Im Rahmen des Brandenburgischen Baukulturpreises 2017

„Baukultur vor Ort“ ist eine Veranstaltungsreihe der Brandenburgischen Architektenkammer gemeinsam mit der Brandenburgischen Ingenieurkammer, in der Objekte von hoher baukultureller Qualität präsentiert und diskutiert werden – und zwar am Ort, an dem sie entstanden sind und ihre Wirkung entfalten

Bei den Objekten handelt es sich jeweils um die Projekte, die im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenen Brandenburgischen Baukulturpreises eine Auszeichnung erhielten und denen man sich  im Nachgang nochmals etwas ausführlicher in eigenen Veranstaltungen, den sogenannten "Baukulturgesprächen vor Ort", widmet. Dazu findet mit den jeweiligen Auftaggebern und Auftragnehmern ein Podiumsgespräch mit Besichtigung der Bauwerke statt. Die Veranstaltungen sind öffentlich.

Im Zuge des Brandenburgischen Baukulturpreises 2017 finden dazu Veranstaltungen an folgenden Orten statt:


Brandenburgischer Baukulturpreis 2017

Evangelisches Gemeindehaus in Finsterwalde am 05.12.2017

Ar­chi­tektur: Dipl.-Ing. Jürgen Habermann, M.Sc. Clemens Habermann, M.Sc. Lukas Bartke / Bauherr: Evangelische Kirchengemeinde Finsterwalde

Neben dem neogotischen Pfarrhaus entwickelt ein zweigeschossiger Neubau seine Architektur in Form eines in die Tiefe gezogenen Stufengiebels. Die Gemeindearbeit erhält zur Straße hin eine markante Adresse. Der konsequente Einsatz von tra­ditionell her­ge­stelltem Ziegelstein, Tür- und Möbeleinbauten in rot geöltem Eichenholz sowie Be­schlä­ge aus Rotbronze führen in Kombination mit den Böden aus Beton zu einer in sich schlüssigen, un­verwechselbaren, zeitlosen Raumwirkung.

(Foto: Gemeindehaus-Ensemble, Habermann-Architektur)

Sonderpreis

Wissenschafts- und Restaurierungszentrum Potsdam am 14.06.2018

  • Ayhan Ayrilmaz, Direktor der Abteilung Architektur SPSG
  • Birgit Hübner, Architektin, Projektleitung Staab Architekten GmbH, Berlin
  • Petra Hübinger, Projektleitung Landschaftsarchitektur, Dr. Jacobs & Hübinger, Berlin

Der Altbau des Hans Otto Theaters Potsdam wurde in das Projekt integriert und mit dem Neubau rückseitig verknüpft. Die Typologie historischer, in der Gegend ehemals vorhandener Gewächshäuser, wird durch einzelne lineare verglaste Baukörper aufgegriffen. Die rahmenden, hellen Sichtmauerwerksflächen setzen sich von der Ziegeldeckung der flach geneigten Satteldächer kontrastierend ab. Die Farbigkeit der Neubauten harmoniert mit den Gebäuden der Umgebung. Es ist hervorragend gelungen, die Baumasse sensibel in den Ort einzufügen.

(Foto: Wissenschafts- und Restaurierungszentrum in Potsdam /  Staab Architekten GmbH)

Auszeichnung einer Initiative

STADT.RAUM.SPREE Projekt "westlicher Altstadtrand" Lübben am 11.09.2018 

  • Planung: Prof. Dipl.-Ing. Heinz Nagler, Dipl.-Ing. Christoph Dieck NAGLER & PARTNER Architekten Stadtplaner, Cottbus
  • DEGAT Planungsgesellschaft mbH, Cottbus
  • Ingenieurbüro PROKON GmbH, Kolkwitz
  • Bauherr: Stadt Lübben (Spreewald)

Schon seit einigen Jahren kümmert sich Lübben sorgfältig um die Pflege der Morphologie einer Altstadt, um die Flächen an der Paul Gerhardt Kirche und den Marktplatz und schafft so vielfältige Identität für Gäste und Bewohner.

Durch den sensiblen Umgang mit Vorgefundenem entstand ein erkennbarer eigenständiger linearer Raum, der die Spree als Stadtkante sichtbar und erlebbar macht und in das Bewusstsein der Nutzer rückt. Wegebeziehungen zwischen der Altstadt und den angrenzenden Stadtteilen durch neu angelegte Brücken und Uferwege reparieren die städtischen Bezüge. Der Wiederaufbau eines Teils der Stadtmauer und die planerische Vorbereitung der angrenzenden Bauflächen zur angemessenen Wiederbebauung werden zukünftig auch den Stadteingang weiter räumlich klären.

(Foto: NAGLER & PARTNER Architekten)

Sonderpreis

„Sanierung der Decke zwischen Marmor- und Grottensaal des Neuen Palais in Potsdam" am 11.10.2018, 16:00 – 19:00 Uhr

  • Architekten Petersen, Gesellschaft von Architekten mbH aus Berlin
  • Dr. Wolf-Dietrich Krämer, Peter Lorenz, Ingenieurbüro Dr. Krämer GmbH aus Weimar
  • SPSG als Bauherr

Das Neue Palais im Park Sanssouci zählt mit seiner bemerkenswerten Innenraumgestaltung kultur- und zivilisationsgeschichtlich zu den bedeutendsten Schlossanlagen der Welt. Wegen schwerwiegender Schäden an der historischen Holzdeckenkonstruktion mit einer Spannweite von über 18 m wurde eine technisch besonders anspruchsvolle Sanierung der barocken Deckenbereiche zwischen dem Marmorsaal und dem darunterliegenden Grottensaal erforderlich.

Die Tragwerksplaner entwickelten ein außergewöhnliches Sanierungskonzept für die Holzdeckenkonstruktion, bei dem die Deckenbalken in einem schmalen Zwischenraum unter dem 90 t schweren Marmorfußboden saniert wurden, ohne die Begehbarkeit für Besucher groß einzuschränken und die Innenausstattung der Räume zu beschädigen. Insbesondere wird die  tragwerksplanerische Lösung, die außergewöhnlich sensible Technik der Sanierung und die Qualität der Auseinandersetzung mit dem reichen, historischen Erbe der Kulturlandschaft Brandenburgs gewürdigt.

 

(Foto: Neues Palais in Potsdam / Ingenieurbüro Dr. Krämer)

Sonderpreis

Innovation Center 2.0 am 13.11.2018, 16:00 – 19:00 Uhr

  • Oliver Kettenhofen und Mike Herud, SCOPE Architekten GmbH, Stuttgart
  • TOPOTEK 1. Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin
  • Gruninger + Schrüfer Beratende Ingenieure GmbH, Wiesloch
  • Projektleiterin SAP SE, Bauherr

Das Objekt ist ein allseits transparentes Gehäuse, gestapelte Geschosse mit doppellagigem Sonnenschutz, maßgeschneidert für junge IT-Talente. Diverse Besprechungs- und Präsentationsräume, Teamräume und Arbeitszonen, aber auch Kaffeebar und Spielbereiche regen zur Kommunikation in stets veränderbaren Raumsituationen an. Sichtbeton, Nutzestrich am Boden, an der Decke wechseln Akustikbaffel mit gleich aussehenden Kühllamellen, alles sichtbar unter der Sichtbetonflachdecke, sauber detailliert geführt. Holzleisten, Glas, Sperrholz, beschriftbare hängende verschiebbare Raumteiler, klare Möblierung. Die Flachdecken werden von prägenden V-Stützen – von außen gestalterisch prägend – sichtbar hinter der Glasfassade und durch den zentralen Funktionskern getragen. In die Sichtbetonstützen mit hervorragender Oberflächenqualität sind Polsterungen für Sitzelemente eingearbeitet. Es zeigt sich ein konzeptionelles Gebäude zum Thema Arbeitswelten und Büroarbeit, welches auch ohne verbales architektonisches Geleit überzeugt und energetisch auf den aktuellsten Stand ist. Für 160 Mitarbeiter auf vier Arbeitsetagen und ein technisches UG – purer Werkstattcharakter vom Feinsten.

(Foto: Innovation Center 2.0 in Potsdam / SCOPE Architekten)

 

Dokumentation zum Baukulturpreis 2017

Zum Preis ist eine Broschüre erschienen, die auf Anfrage versendet wird von der Brandenburgischen Architektenkammer (Telefon 0331-275910, info@ak-brandenburg.de) oder der Brandenburgischen Ingenieurkammer (Telefon 0331-743180, info@bbik.de).

Einen ersten Blick in die Broschüre erhalten Sie unter folgenden Link:

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