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...denn es ist gut, dass es Ingenieure gibt!

Brandenburgischer Baukulturpreis 2019

Historische Budenhäuser gewinnen den Baukulturpreis 2019

Der diesjährige Baukulturpreis des Landes geht nach Kyritz. Ausgezeichnet wurden die historischen Budenhäuser an der Stadtmauer. Aus den Händen von Bauministerin Kathrin Schneider erhielten die Architekten und Ingenieure Kannenberg & Kannenberg aus Wittstock / Dosse die Auszeichnung für die Instandsetzung und den Umbau einer Gruppe von Kleinsthäusern. Sie waren im 18. und 19. Jahrhundert für Tagelöhner und Handwerker errichtet worden. Mit der Stadt als Bauherr und einem Hotelier als Betreiber gelang es, die ruinösen Altbauten zu modernen Ferienhäusern umzubauen. So konnten wichtige Zeugnisse der Stadtgeschichte erhalten werden. Am historischen Ort erleben die Gäste von heute, wie wenig Raum zum Leben genügt - wenn er gut gestaltet ist.

Die feierliche Übergabe des vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, der Architektenkammer und der Ingenieurkammer ausgelobten Brandenburgischen Baukulturpreises fand in Potsdam statt. Die Auszeichnung würdigt alle zwei Jahre Qualität und Engagement beim Bauen im Land Brandenburg. Der Preis ist mit 21.000 Euro dotiert und umfasst einen Hauptpreis, drei Sonderpreise und einen Initiativpreis.  47 Projekte aus den Jahren 2017 bis 2019 wurden von den beteiligten Architekten und Ingenieuren eingereicht, dazu zwei Vorschläge für den Initiativpreis.

Sonderpreise errangen die Erweiterung der Grundschule Zepernick, ein Neubau der den Bestand geschickt ergänzt, das Schloss Cecilienhof in Potsdam, dessen Dächer, Fassaden und Gedenkstättenräume behutsam instandgesetzt wurden und das THERMOHAUS in Guben, das beweist, wie einfach und schön energetische Sanierung sein kann. Der Initiativpreis ging an den Heimatverein „Schweizerhaus Seelow“ e.V. für Sanierung und Umbau des Schweizerhauses zur Kulturstätte.

Bauministerin Kathrin Schneider: „Ich gratuliere den Gewinnern der diesjährigen Baukulturpreise zu Ihrem Erfolg und freue mich über die gute Qualität, die in den Projekten zum Ausdruck kommt. Wir wollen mit dem Preis honorieren, dass baukulturelle Traditionen erhalten werden und Modernes geschaffen wird. Das ist mit der Restaurierung der einzigartigen Budenhäuser in Kyritz sehr gut gelungen. Damit wird die herausragende Architektenleistung anerkannt, aber auch das Engagement für den Erhalt historischer Bausubstanz und die Belebung der Altstadt gewürdigt.“
 
Christian Keller, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer: „Im gelungenen Zusammenspiel von Architektinnen und Ingenieuren, Bauherrinnen und Nutzern entstehen Bauwerke, die unsere Städte und Landschaften dauerhaft bereichern. Die prämierten Arbeiten beweisen, dass sich nur gemeinsam gute Lösungen unter Beachtung der wichtigen Themen unserer Zeit, wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Bildung und Teilhabe finden lassen.“
 
Matthias Krebs, Präsident der Brandenburgischen Ingenieurkammer: „Baukultur beschreibt die Summe menschlicher Leistungen, natürliche und gebaute Umwelt zu verändern. Die ausgezeichneten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und allumfassend Baukultur ist. Sie schafft Orte, an denen man gerne wohnt und Plätze, an denen man sich gerne trifft. Voraussetzung für eine gelebte Baukultur ist eine interdisziplinäre übergreifende Arbeitsweise, welche nur durch die Kombination von Ansätzen, Denkweisen und Methoden verschiedener Fachrichtungen entsteht. Baukultur in Brandenburg ist etwas Ganzheitliches. Unser Preis soll genau dies verdeutlichen.“

Die Preisträger 2019

© Cordia Schlegelmilch

Baukulturpreis (9.000 €): Kleinsthäuser an der Kyritzer Stadtmauer
 „tiny houses“ aus dem 18. und 19. Jahrhundert
Architektur: Kannenberg & Kannenberg Architekten und Ingenieure
Bauherr: Stadt Kyritz

© ARGE Renner Architekten und Bollinger + Fehlig Architekten

Sonderpreis (3.000 €): Grundschule Zepernick, Erweiterungsneubau
Architektur: ARGE Renner Architekten und Bollinger + Fehlig Architekten
Bauherr: Gemeinde Panketal

© BRENNE ARCHITEKTEN GmbH

Sonderpreis (3.000 €): Schloss Cecilienhof, Potsdam
Architektur: Dipl.- Ing. Winfried Brenne, BRENNE ARCHITEKTEN GmbH
Bauherr: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten

© Praeger Richter Architekten

Sonderpreis (3.000 €): Thermohaus Guben
Architektur: Praeger Richter Architekten
Bauherrin: Gudrun Jordan

© Dipl.-Ing. (FH) Hildur Janke-Knorr

Initiativpreis (3.000 €): Sanierung und Umbau des Schweizerhauses Seelow
Architektur: Dipl.-Ing. (FH) Hildur Janke-Knorr, Architektin, Dipl.-Ing. Jens Ripp, Bauingenieur
Bauherren: Stadt Seelow und Heimatverein „Schweizerhaus Seelow“ e.V.

Brandenburgische Baukulturpreise


Der Brandenburgische Baukulturpreis 2017 ging in die Lausitz

Evangelisches Gemeindehaus in Finsterwalde erhielt höchste Auszeichnung für Bauen im Land Brandenburg

Bauministerin Kathrin Schneider hatte am 18. Oktober 2017 in Potsdam den unter Schirm­herr­schaft des Landes von Architektenkammer und Ingenieur­kam­mer aus­ge­lobten Brandenburgischen Baukulturpreis verliehen. Die Aus­zeich­nung ging an den Finsterwalder Architekten Jürgen Habermann, des­sen Sohn Clemens sowie an Lukas Bartke für den sensibel in einen historischen Ge­bäudebestand ein­gefüg­ten Neubau des Gemeindehauses der Evangelischen Kirchenge­meinde Fin­ster­walde.

Sonderpreise gab es für das rundum verglaste Innovation Center 2.0 der Firma SAP, für die anspruchsvolle Tragwerkssanie­rung am Neuen Palais sowie für das Wissenschafts- und Re­staurierungs­zentrum der Stiftung Preußi­sche Schlösser und Gärten, allesamt in Potsdam.

Der vom Bauministerium mit 18.000 Euro dotierte Bau­kul­turpreis zeigt alle zwei Jah­re, mit welcher Qualität in Bran­den­burg gebaut wurde. 39 Architekten und In­ge­nieure hatten sich diesmal mit Projekten aus den Jahren 2015 bis 2017 beworben.

Bauministerin Kathrin Schneider: „Ich freue mich zu sehen, mit welchem Selbst­bewusstsein und Qualitätsanspruch viele öffentliche und private Bauherren heute an die Sanierung alter Häuser herangehen oder Neues schaffen, welches das Vor­han­dene mit Umsicht und eigenem Anspruch ergänzt. Die ausgezeichneten Arbeiten zei­gen aber auch, dass gutes Bauen mehr ist als Architektur, dass es gleichermaßen auf den Nutzen für die Gesellschaft ankommt.“

Christian Keller, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer: „Hier ging es nicht bloß um stimmige Architekturen, spannende Tragwerke oder nachhaltige Ge­bäudekonzepte, sondern um die Summe dieser Aspekte vor dem Hintergrund, dass die meisten Entscheidungen in einem abwägenden, diskursiven Prozess getroffen wur­den: Baukultur entsteht im Dialog.“

Matthias Krebs, Präsident der Brandenburgischen Ingenieurkammer: „Das Ringen um die beste Lösung für den Ort, um das optimale Kosten-Nutzen-Verhältnis, um hand­werklich intelligente Konstruktionen und nicht zuletzt auch um den Ausdruck eines Bauwerkes, eines Ensembles oder eines Freiraums ist ein wichtiger Bestandteil un­serer Baukultur.

Auszeichnungen im Rahmen des Brandenburgischen Baukulturpreises 2017

Baukulturpreis (8.000 Euro): Evangelisches Gemeindehaus in Finsterwalde / Ar­chi­tektur: Dipl.-Ing. Jürgen Habermann, M.Sc. Clemens Habermann, M.Sc. Lukas Bartke / Bauherr: Evangelische Kirchengemeinde Finsterwalde / Neben dem neogotischen Pfarrhaus entwickelt ein zweigeschossiger Neubau seine Architektur in Form eines in die Tiefe gezogenen Stufengiebels. Die Gemeindearbeit erhält zur Straße hin eine markante Adresse. Der konsequente Einsatz von tra­ditionell her­ge­stelltem Ziegelstein, Tür- und Möbeleinbauten in rot geöltem Eichenholz sowie Be­schlä­ge aus Rotbronze führen in Kombination mit den Böden aus Beton zu einer in sich schlüssigen, un­verwechselbaren, zeitlosen Raumwirkung.



Sonderpreis
(3.000 Euro): Innovation Center 2.0 in Potsdam / Architektur: SCOPE Architekten /  Bauherr: SAP SE.



Sonderpreis
(3.000 Euro): Neues Palais in Potsdam / Tragwerksplanung: Ingenieurbüro Dr. Krämer / Bauherr: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten.



Sonderpreis
(3.000 Euro): Wissenschafts- und Restaurierungszentrum in Potsdam /  Architektur: Staab Architekten GmbH / Bauherr: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten.

Auszeichnung einer Initiative (1.000 Euro): Errichtung eines Interimsneubaus für ein Studentencafé durch Studierende der Fachbereiche Kulturarbeit, Bauingenieurwesen, Architektur, Restaurierung und Design der Fachhochschule Potsdam.

Auszeichnung einer Initiative: Lübben (Spreewald) STADT.RAUM.SPREE Projekt "westlicher Altstadtrand"

Zum Preis ist außerdem eine Bro­schüre erschienen, die auf Anfrage versendet wird von der Brandenburgischen Architektenkammer (Telefon 0331-275910, info@ak-brandenburg.de) oder der Bran­den­bur­gischen Ingenieurkammer (Telefon 0331-743180, info@bbik.de).


Infomaterial


Baukulturpreis 2015

© Architekten Timm Kleyer für die "Kita Kinderland" in Wittstock


Baukulturpreis 2013

Bibliothek im Kontor in Wittstock
© Verfasser: Dipl.-Ing. Bärbel Kannenberg, Dipl.-Ing. Christian Kannenberg, Dipl.-Ing. Matthias Kannenberg (Kannenberg Architekten BDA, Wittstock) / Bauherr: Stadt Wittstock.


Baukulturpreis 2011

Kategorie Neubau Wohnen

Haus in Märkisch Buchholz

© Verfasserin: Birgit Wessendorf (Architekturbüro Wessendorf, Berlin) / Bauherr: Michael Wessendorf


Baukulturpreis 2009

Bibliothek Luckenwalde, einer der Preisträger 2009:

© Martina Wronna, Katharina Feldhusen, Ralf Fleckenstein (ARGE WFF, Berlin) / Bauherr: Stadt Luckenwalde


Für Rückfragen zu den Brandenburgischen Baukulturpreisen stehen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Monique Gajda
Öffentlichkeitsarbeit Brandenburgische Ingenieurkammer

Telefon: (03 31) 74 31 80
Telefax: (03 31) 74 31 830
E-Mail: info@bbik.de


Dipl.–Ing. Anja Kotlan
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Brandenburgischen Architektenkammer

Telefon: (03 31) 27 59 10
Telefax: (03 31) 27 59 111
E-Mail: info@ak-brandenburg.de

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