Brandenburgisches Wappen

...denn es ist gut, dass es Ingenieure gibt!

Brandenburgischer Baukulturpreis 2019

Jetzt bewerben! Baukultur ist jedermanns Sache

Baukultur entsteht im Kontext

Baukulturelle Werke haben eine starke Beziehung zum Ort und seinem Umfeld. Sie sind aus der Situation oder dem Bestand entwickelt und berücksichtigen städtebauliche und soziale Bezüge. Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen und die Einflüsse einer globalisierten Informationsgesellschaft finden ihren Ausdruck im konkreten Bauen und sind immanente Faktoren unserer Baukultur.

Baukultur entsteht im Dialog

Diese Übereinkunft wird tagtäglich neu bestimmt: im kritischen Gespräch unter vier Augen über das neue Gebäude nebenan genauso wie im europaweit angelegten Architekten- und Ingenieurwettbewerb; im Gespräch des Bauherrn mit seinen Planern genauso wie auf der Fachtagung unter Experten; in der Bürgerinitiative und in Beteiligungsverfahren genauso wie auf der Baustelle oder im Bauamt. Die Grundlagen und Qualitätsmaßstäbe für die Gestaltung unserer Umwelt werden im Gespräch geschaffen, von Architekten und Ingenieuren aufgenommen und gemeinsam von Bauherren, Planenden, Ämtern und Handwerkern in gebaute Umwelt übersetzt.

Baukultur braucht Vielfalt

Die Ergebnisse dieser gelebten Baukultur sind vielfältig: das gerettete Herrenhaus und die behutsam erneuerte Altstadt gehören dazu, ebenso der einfallsreiche Ausbau eines Vereinslokals; die generationsgerechten Neubauwohnungen wie die energieeffiziente Hochschulbibliothek; die neue Brücke oder der behutsam gepflegte Park ebenso wie die Landesgartenschau. Diese Ergebnisse stehen dabei sowohl am Ende als auch am Anfang eines Dialoges: Das, was gestern fertig gestellt wurde ist heute Gesprächsthema und wird Modell oder Gegenmodell für das Gebaute von morgen.

Baukultur schafft Identität

Dieser Dialog und unsere gebaute Umwelt gehören untrennbar zusammen. Beides verbindet Menschen mit Orten. Dabei bedarf es nicht immer der großen Vorhaben, welche in den Medien zu sehen sind. Häufig sind es auch die kleinen, vermeintlich unspektakulären Aufgaben von Architekten und Ingenieuren aus allen Fachbereichen, die in der Lage sind, für die Menschen in Brandenburg wegweisende, qualitätvolle Lösungen aufzuzeigen. Baukultur ist in diesem Sinne ein wichtiges Element, um den gesellschaftlichen Wandel in unserem Land bewältigen zu können.

In diesem Verständnis loben die Brandenburgische Architektenkammer und die Brandenburgische Ingenieurkammer mit Unterstützung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung den  Brandenburgischen Baukulturpreis 2019 aus.

Der Brandenburgische Baukulturpreis

wird vergeben an ein ganzheitlich geplantes undausgeführtes Bauwerk oder Ensemble im Land Brandenburg.

Sonderpreise werden für außergewöhnliche Leistungen mit einem Themenschwerpunkt vergeben, der einen oder mehrere der nachfolgend genannten Bewertungskriterien umfasst.

Die Bewertung der Arbeiten erfolgt nachfolgenden Kriterien:

  • architektonische und ingenieurtechnische Qualität des Entwurfes
  • soziale und gesellschaftliche Relevanz
  • Tragwerk
  • Technik
  • Wirtschaftlichkeit in Herstellung und Betrieb
  • Nachhaltigkeit und Naturverträglichkeit der Planung und Nutzung
  • Ressourceneffizienz, insbes. Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien
  • städtebauliche und/oder landschaftsplanerische Qualität
  • Qualität der Auseinandersetzung mit dem reichen, historischen Erbe der Kulturlandschaft Brandenburgs
  • künstlerischer Gesamtausdruck des Werkes

Der Initiativpreis wird an natürliche und juristische Personen vergeben, deren Wirken außergewöhnlich und hervorhebenswert im Sinne der brandenburgischen Baukultur ist.

Über die Vergabe des Baukulturpreises, der Sonderpreise und der Initiativpreise und die Höhe ihrer Dotierung entscheidet eine unabhängige Jury. Der Brandenburgische Baukulturpreis ist dotiert mit insgesamt 21.000 Euro.

Der Brandenburgische Baukulturpreis 2019 steht unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung Kathrin Schneider.

Der Zeitpunkt der Fertigstellung von Bauten und schriftlichen Werken einschließlich wissenschaftlicher Arbeiten und journalistischer Veröffentlichungen muss zwischen Mai 2017 und April 2019 liegen. Das gilt nicht für die Auszeichnung von Personen oder Initiativen. Für alle Bewerbungen gilt ein einmaliges Vorschlagsrecht. Nicht erfolgreiche Bewerbungen können nicht erneut eingereicht werden.

Warum sollten Sie sich beteiligen?

Rücken Sie das Besondere eines Bauwerks ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Zeigen Sie selbstbewusst Ihr Projekt am Bauwerk. Nutzen Sie die Beteiligung am Wettbewerb auch zur Werbung für Ihr Unternehmen und Ihren Berufsstand.

Besonders die harmonische Verbindung zwischen Moderne und Historie, die Proportion und Gliederung des Baukörpers, die herausragende Qualität hochwertiger, sinnvoller und nachhaltiger architektonischer, ingenieurtechnischer sowie handwerklicher Umsetzungen eines Gebäudes gilt es zu zeigen, welche nicht immer auf dem ersten Blick zu sehen sind.

Es handelt sich um einen Preis der planenden Berufe. Für die ausgezeichneten Gebäude werden in der Dokumentation die am Projekt beteiligten Firmen benannt.

Darüber hinaus ist der Brandenburgische Baukulturpreis mit insgesamt 21.000 Euro dotiert.

Die eingereichten Projekte werden dokumentiert und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Sei es durch die Presse, einer Publikation in der diese dargestellt sind, der Wanderausstellung an verschiedenen Orten im Land sowie die sich dem Baukulturpreis anschließenden Baukulturgesprächen vor Ort, bei dem die prämierten Projekte durch eine eigene Veranstaltung der Öffentlichkeit ausführlicher vorgestellt werden.

Für Rückfragen zur Auslobung stehen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Monique Gajda
Öffentlichkeitsarbeit
Brandenburgische Ingenieurkammer

Telefon: 0331 743180
Telefax: 0331 7431830
E-Mail: info@bbik.de


Dipl.–Ing. Anja Kotlan
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Brandenburgischen Architektenkammer

Telefon: 0331 275910
Telefax: 0331 2759111
E-Mail: info@ak-brandenburg.de

Brandenburgische Baukulturpreise


Der Brandenburgische Baukulturpreis 2017 ging in die Lausitz

Evangelisches Gemeindehaus in Finsterwalde erhielt höchste Auszeichnung für Bauen im Land Brandenburg

Bauministerin Kathrin Schneider hatte am 18. Oktober 2017 in Potsdam den unter Schirm­herr­schaft des Landes von Architektenkammer und Ingenieur­kam­mer aus­ge­lobten Brandenburgischen Baukulturpreis verliehen. Die Aus­zeich­nung ging an den Finsterwalder Architekten Jürgen Habermann, des­sen Sohn Clemens sowie an Lukas Bartke für den sensibel in einen historischen Ge­bäudebestand ein­gefüg­ten Neubau des Gemeindehauses der Evangelischen Kirchenge­meinde Fin­ster­walde.

Sonderpreise gab es für das rundum verglaste Innovation Center 2.0 der Firma SAP, für die anspruchsvolle Tragwerkssanie­rung am Neuen Palais sowie für das Wissenschafts- und Re­staurierungs­zentrum der Stiftung Preußi­sche Schlösser und Gärten, allesamt in Potsdam.

Der vom Bauministerium mit 18.000 Euro dotierte Bau­kul­turpreis zeigt alle zwei Jah­re, mit welcher Qualität in Bran­den­burg gebaut wurde. 39 Architekten und In­ge­nieure hatten sich diesmal mit Projekten aus den Jahren 2015 bis 2017 beworben.

Bauministerin Kathrin Schneider: „Ich freue mich zu sehen, mit welchem Selbst­bewusstsein und Qualitätsanspruch viele öffentliche und private Bauherren heute an die Sanierung alter Häuser herangehen oder Neues schaffen, welches das Vor­han­dene mit Umsicht und eigenem Anspruch ergänzt. Die ausgezeichneten Arbeiten zei­gen aber auch, dass gutes Bauen mehr ist als Architektur, dass es gleichermaßen auf den Nutzen für die Gesellschaft ankommt.“

Christian Keller, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer: „Hier ging es nicht bloß um stimmige Architekturen, spannende Tragwerke oder nachhaltige Ge­bäudekonzepte, sondern um die Summe dieser Aspekte vor dem Hintergrund, dass die meisten Entscheidungen in einem abwägenden, diskursiven Prozess getroffen wur­den: Baukultur entsteht im Dialog.“

Matthias Krebs, Präsident der Brandenburgischen Ingenieurkammer: „Das Ringen um die beste Lösung für den Ort, um das optimale Kosten-Nutzen-Verhältnis, um hand­werklich intelligente Konstruktionen und nicht zuletzt auch um den Ausdruck eines Bauwerkes, eines Ensembles oder eines Freiraums ist ein wichtiger Bestandteil un­serer Baukultur.

Auszeichnungen im Rahmen des Brandenburgischen Baukulturpreises 2017

Baukulturpreis (8.000 Euro): Evangelisches Gemeindehaus in Finsterwalde / Ar­chi­tektur: Dipl.-Ing. Jürgen Habermann, M.Sc. Clemens Habermann, M.Sc. Lukas Bartke / Bauherr: Evangelische Kirchengemeinde Finsterwalde / Neben dem neogotischen Pfarrhaus entwickelt ein zweigeschossiger Neubau seine Architektur in Form eines in die Tiefe gezogenen Stufengiebels. Die Gemeindearbeit erhält zur Straße hin eine markante Adresse. Der konsequente Einsatz von tra­ditionell her­ge­stelltem Ziegelstein, Tür- und Möbeleinbauten in rot geöltem Eichenholz sowie Be­schlä­ge aus Rotbronze führen in Kombination mit den Böden aus Beton zu einer in sich schlüssigen, un­verwechselbaren, zeitlosen Raumwirkung.



Sonderpreis
(3.000 Euro): Innovation Center 2.0 in Potsdam / Architektur: SCOPE Architekten /  Bauherr: SAP SE.



Sonderpreis
(3.000 Euro): Neues Palais in Potsdam / Tragwerksplanung: Ingenieurbüro Dr. Krämer / Bauherr: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten.



Sonderpreis
(3.000 Euro): Wissenschafts- und Restaurierungszentrum in Potsdam /  Architektur: Staab Architekten GmbH / Bauherr: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten.

Auszeichnung einer Initiative (1.000 Euro): Errichtung eines Interimsneubaus für ein Studentencafé durch Studierende der Fachbereiche Kulturarbeit, Bauingenieurwesen, Architektur, Restaurierung und Design der Fachhochschule Potsdam.

Auszeichnung einer Initiative: Lübben (Spreewald) STADT.RAUM.SPREE Projekt "westlicher Altstadtrand"

Zum Preis ist außerdem eine Bro­schüre erschienen, die auf Anfrage versendet wird von der Brandenburgischen Architektenkammer (Telefon 0331-275910, info@ak-brandenburg.de) oder der Bran­den­bur­gischen Ingenieurkammer (Telefon 0331-743180, info@bbik.de).


Infomaterial


Baukulturpreis 2015

© Architekten Timm Kleyer für die "Kita Kinderland" in Wittstock


Baukulturpreis 2013

Bibliothek im Kontor in Wittstock
© Verfasser: Dipl.-Ing. Bärbel Kannenberg, Dipl.-Ing. Christian Kannenberg, Dipl.-Ing. Matthias Kannenberg (Kannenberg Architekten BDA, Wittstock) / Bauherr: Stadt Wittstock.


Baukulturpreis 2011

Kategorie Neubau Wohnen

Haus in Märkisch Buchholz

© Verfasserin: Birgit Wessendorf (Architekturbüro Wessendorf, Berlin) / Bauherr: Michael Wessendorf


Baukulturpreis 2009

Bibliothek Luckenwalde, einer der Preisträger 2009:

© Martina Wronna, Katharina Feldhusen, Ralf Fleckenstein (ARGE WFF, Berlin) / Bauherr: Stadt Luckenwalde


Für Rückfragen zu den Brandenburgischen Baukulturpreisen stehen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Monique Gajda
Öffentlichkeitsarbeit Brandenburgische Ingenieurkammer

Telefon: (03 31) 74 31 80
Telefax: (03 31) 74 31 830
E-Mail: info@bbik.de


Dipl.–Ing. Anja Kotlan
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Brandenburgischen Architektenkammer

Telefon: (03 31) 27 59 10
Telefax: (03 31) 27 59 111
E-Mail: info@ak-brandenburg.de

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