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Wettbewerbswesen

Bei den wichtigen Bauaufgaben, insbesondere den Schlüsselmaßnahmen von Stadterneuerung und Stadtentwicklung, aber auch bei komplexen Aufgaben der Bestandserneuerung, kann die nötige Qualitätssicherung am besten über Planungswettbewerbe erreicht werden.

Planungswettbewerbe sind keineswegs nur ein Mittel, bei Meinungsverschiedenheiten über die Bewältigung einer Planungs- und Bauaufgabe einer unabhängigen Instanz die Entscheidung zu übertragen. Vielmehr sind Planungswettbewerbe in erster Linie ein Instrument, für abgestimmte und in das örtliche Gesamtkonzept eingebundene Schlüsselaufgaben Lösungsalternativen zu erarbeiten und über die Auswahl der besten Lösung im Kreis der örtlichen Interessenvertreter und der berufenen Fachleute gemeinsam zu entscheiden.

Um mehr öffentliche, insbesondere aber auch private Auslober für die Durchführung von Wettbewerben zu gewinnen, mussten die Verfahren einfacher und kostengünstiger gestaltet werden. Dafür hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gemeinsam mit Bundesarchitekten- und Bundesingenieurkammer die Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaues und des Bauwesens - GRW 1995 in Abstimmung mit den Ländern und den kommunalen Spitzenverbänden überarbeitet und verschlankt.

Die neue Bezeichnung "Richtlinien für Planungswettbewerbe - RPW 2008 -"verdeutlicht, dass die Basisregeln erhalten und fortentwickelt wurden und umfassend für alle Bereiche der Planung, insbesondere auch für interdisziplinäre Planungen, zur Anwendung kommen. Die neuen Wettbewerbsregeln halten an den Grundsätzen eines fairen und transparenten Verfahrens fest (Grundsatz der Anonymität und Gleichbehandlung während des gesamten Verfahrens).
Um möglichst vielen Bauherren die Entscheidung für die Durchführung von Wettbewerben zu erleichtern, wurden die Wettbewerbssummen auf das Einfache des üblichen Honorars für die geforderte Wettbewerbsleistung als Mindestsumme reduziert. Die Regeln wurden im Sinne vergaberechtlich eindeutiger Vorgaben überarbeitet. Für öffentliche Auslober bleibt die Entscheidung des fachlich kompetenten Preisgerichts maßgeblich; für private Auslober kommt die Möglichkeit hinzu, in Zweifelsfragen stärker auf die Entscheidung des Preisgerichts Einfluss zu nehmen. Die Rolle der Architekten- und Ingenieurkammern als Partner der Auslober im Wettbewerb ist festgeschrieben.

Die Richtlinien für Planungswettbewerbe nach RPW 2008 können Sie sich über die Homepag des Bundesminsteriums für Verkehr-, Bau- und Stadtentwicklung downloaden.

Das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) hat unter Mitarbeit der Brandenburgischen Architektenkammer und der Brandenburgischen Ingenieurkammer eine Arbeitshilfe für die Teilnahme an Planungswettbewerben veröffentlicht, welche wir Ihnen hier gern zur Verfügung stellen:

Publikationen Beschreibung

Richtlinien für Planungswettbewerbe RPW 2014

Hrsg. MIL vom Dezember 2014

Richtlinien für Planungswettbewerbe RPW 2013 zum Download >

Planungswettbewerbe in der Praxis

Fachbeitrag - Interdisziplinarität im Zeichen der Energiewende – kooperative Projektentwicklung über den Lebenszyklus (1501.2014) zum Downlaod >

Prof. Dr. Bernd Schweibenz, Vorsitzender Ausschuss WVA

Wettbewerbsarten gemäß RPW 2013

Die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) lassen verschiedene Wettbewerbsarten zu. Aus der fachlichen Aufgabenstellung ergeben sich der Kreis der federführenden Teilnehmer und die Besetzung des Preisgerichts. Die Art des gewählten Wettbewerbs hat außerdem Auswirkungen auf die Kosten ("Wettbewerbssumme") und die Vergabe nachfolgender Planungsaufträge. Die folgende Tabelle gibt einen schnellen Überblick über die verschiedenen Wettbewerbsarten.

Die Brandenburgische Architektenkammer und die Brandenburgische Ingenieurkammer beraten bei der Vorbereitung des Wettbewerbsverfahrens und gewährleisten über die Registrierung der Wettbewerbe Rechtssicherheit für die Auslober.

 

Aktuelle Ausschreibungen

 

Titel Einsendefrist
Vorgesehene freiberufliche Leistungen der Stadt Frankfurt (Oder),
Zentrales Immobilienmanagement ZIM, für Bauvorhaben mit Beginn 2016/2017
bis zum 27.05.2016

Vorgesehene Planungsleistungen der Stadt Frankfurt (Oder)
(auf der Grundlage der HOAI) 2016


Maßnahme: Konzerthalle in Frankfurt (Oder), Lebuser Mauerstraße 4 in 15230 Frankfurt (Oder)

Planungsleistungen für Bühnentechnik:
- Hubpodesterie Orchester
- Anpassung Maschinenlagerung im Dachtragwerk
- Punktzüge, Beleuchtungszüge
- Bühnenbeleuchtung, Lichtsteuerpult, zugehörige Elektrische Installation

bis zum 09.06.2016

 

Weitere Informationen zu Planungswettbewerben

 

Berichte und Dokumentationen zu Fachtagungen "Planungswettbewerbe in der Praxis"

Informationsschriftenreihe

 

Honorarlisten - Wettbewerbssummen

 

 
Beispiel für einen interdisziplinären Wettbewerb nach der RPW 2008

 


Resolution zur Einführung des interdisziplinären Planungswettbewerbs, als Regelfall

Aus der Arbeit des Wettbewerbs- und Vergabeausschusses


 

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