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BBIK ...denn Ingenieure bauen (d)eine Zukunft

Bezahlbarer Wohnungsbau und Beton als Konstruktionsoption

Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist in vielen Regionen Deutschlands weiterhin hoch. Steigende Baukosten, anspruchsvolle technische Anforderungen und komplexe rechtliche Rahmenbedingungen erschweren insbesondere den Neubau von Wohnungen für Haushalte mit mittleren und niedrigen Einkommen. Vor diesem Hintergrund hat das Informationszentrum Beton 2025 die Publikation Bezahlbar bauen. Mit Beton veröffentlicht. Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit des Bauens mit Beton sachlich darzustellen und einen Beitrag zur aktuellen Fachdiskussion zu leisten.

Die Veröffentlichung ordnet den Baustoff Beton in die gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge des Wohnungsbaus ein. Sie macht deutlich, dass Baukosten von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden. Dazu zählen Materialpreise, Planungs- und Genehmigungsprozesse, technische Standards sowie politische Vorgaben. Ein zentrales Anliegen ist es, diese Einflussgrößen transparent zu machen und aufzuzeigen, an welchen Stellen Kosten entstehen und wie sie sich langfristig auswirken.

Ein wesentlicher Punkt ist die Betrachtung von Gebäuden über ihren gesamten Lebenszyklus. Betonbauweisen werden dabei als konstruktive Lösung beschrieben, die nicht nur in der Erstellung, sondern auch im Betrieb und in der Instandhaltung wirtschaftliche Vorteile bieten können. Die Dauerhaftigkeit von Tragwerken, robuste bauphysikalische Eigenschaften sowie ein vergleichsweise geringer Wartungsaufwand tragen dazu bei, die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer zu begrenzen. Für die Praxis bedeutet dies, dass eine reine Fokussierung auf die Anfangsinvestitionen zu kurz greift und langfristige Kosten stärker berücksichtigt werden sollten.

Darüber hinaus wird auf die Materialeffizienz von Beton hingewiesen. Durch seine statischen Eigenschaften lassen sich flexible Grundrisse und kompakte Konstruktionen realisieren, was insbesondere im mehrgeschossigen Wohnungsbau relevant ist. Anforderungen an Schall-, Brand- und Wärmeschutz können häufig mit konstruktiven Lösungen erfüllt werden, ohne zusätzliche aufwendige Maßnahmen. Gleichzeitig wird der höhere CO2-Ausstoß in der Herstellung nicht ausgeblendet, sondern als zentrale Herausforderung benannt, der mit technischen Weiterentwicklungen begegnet werden muss.

Als Ansatzpunkte für mehr Wirtschaftlichkeit nennt die Publikation unter anderem vereinfachte baurechtliche Anforderungen, serielle und modulare Bauweisen sowie den Einsatz weiterentwickelter, emissionsärmerer Betone. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Planungs- und Bauprozesse effizienter zu gestalten und Kosten zu stabilisieren, ohne die Qualität und Gebrauchstauglichkeit von Wohngebäuden zu beeinträchtigen.

Für Ingenieurinnen und Ingenieure bietet die Publikation eine kompakte Zusammenfassung relevanter Argumente rund um den kostenbewussten Wohnungsbau mit Beton. Sie versteht sich nicht als abschließende Bewertung einzelner Bauweisen, sondern als fachlicher Impuls für eine differenzierte Betrachtung. Bezahlbarer Wohnungsbau erfordert technische Lösungen, die Wirtschaftlichkeit, Dauerhaftigkeit und aktuelle Anforderungen an Nachhaltigkeit miteinander verbinden. Der Betonbau wird dabei als eine von mehreren Optionen eingeordnet, die in diesem Spannungsfeld einen relevanten Beitrag leisten können.

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© InformationsZentrum Beton GmbH
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