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Ortsgespräche Denkmalpflege

Statements — Ortsbesichtigung — Diskussion

Die Brandenburgische Ingenieurkammer (BBIK) ist auch 2022 wieder Mitveranstalterin von den Ortsgesprächen zu Baugeschichte und Baukultur im Land Brandenburg.

Erster Treffpunkt ist am 4. Mai die sogenannte Wunderblutkirche in Bad Wilsnack, deren bauliche Anfänge bis ins Jahr 1384 zurückgehen und bis zu deren Vollendung im Renaissancestil 1591 mehr als 200 Jahre vergingen. Vor sechs Jahren begann eine mit öffentlichen Mitteln des Förderprogramms „National bedeutende Kulturdenkmäler“ (BKM) finanzierte Sanierung dieses Baudenkmals. Die dabei gewonnenne Erfahrungen und Erkenntnisse stehen im Mittelpunkt des ersten Ortsgesprächs `22. Danach trifft sich die interessierte Fachwelt am 29. Juni an der Plauer Brücke in Brandenburg an der Havel und am 14. September in Treuenbrietzen, wo es um ein historisches Fachwerkhaus gehen wird.

Die Ortsgespräche sind ein gemeinsames Projekt des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums, der Brandenburgischen Architektenkammer, der Brandenburgischen Ingenieurkammer und des Verbandes Beratender Ingenieure Berlin-Brandenburg.

Erstes Ortsgespräch 2022 | Wunderblutkirche in Bad Wilsnack

04. Mai 2022

Die sogenannte Wunderblutkirche St. Nikolai in Bad Wilsnack wurde ab 1384 nach einem anerkannten Hostienwunder als Wallfahrtskirche errichtet. Der Bau der gewölbten dreischiffigen Backsteinhallenkirche mit gestrecktem Chor wurde ab den 1520er Jahren aufgrund der protestantischen Wende weitgehend eingestellt. Erst 1591 wurde die Westfassade doch noch im Renaissancestil vollendet. Derzeit läuft die Fertigstellung der Hüllensanierung, die mit den öffentlichen Mitteln des Förderprogramms „National bedeutende Kulturdenkmäler“ (BKM) finanziert wird. Wir möchten die aufwendigen Arbeiten am Denkmal betrachten und Besonderheiten und Erkenntnisse aus den vergangenen sechs Jahren diskutieren.

Zweites Ortsgespräch 2022 | Plauer Brücke in Brandenburg/Havel

29. Juni 2022

1903-04 wurde über die Havelenge in Plaue eine damals hochmoderne genietete Stahlfachwerkbrücke mit Halbparabel-Fachwerkträgern gebaut. Sie ist 130 m lang und eine der wenigen Brücken der Jugendstilzeit in Deutschland. Das elegante Geländer setzte einen markanten technisch-ästhetischen Kontrapunkt zum Panorama des Plauer Schlosses. Die Straßenbahnbrücke soll zukünftig nur noch als Fuß- und Radweg genutzt werden. Die seit 2021 durchgeführte denkmalgerechte Sanierung birgt besondere Herausforderungen: Wie begegnet man dem anhaltenden Problem der Korrosion? Wie können Substanzerhaltung und Verkehrssicherheit zusammen gelingen? Und was geschieht mit dem Brückengeländer? Diesen uns noch mehr Fragen gehen die Beteiligten beim Ortsgespräch an der Plauer Brücke nach.

Drittes Ortsgespräch 2022 | Fachwerkhaus in Treuenbrietzen

14. September 2022 | 16 - 18 Uhr

Das an exponierter Stelle gelegene zweigeschossige Fachwerkhaus aus der Zeit um 1710 befindet sich mitten in der historischen Altstadt von Treuenbrietzen. Um 1875 wurde das Wohn- und Geschäftshaus durch einen massiven Anbau erweitert. 2012/13 durch die Stadt notgesichert, erwarb es 2019 die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die es zur Sanierung an die Jugendbauhütte übergab. Seitdem wurden u.a. die Fachwerkkonstruktion, der Dachstuhl und die Fassade denkmalgerecht saniert. Archäologie, Bauforschung, Restaurierung und Tragwerksplanung lieferten dabei vielfältige Erkenntnisse. Wir wollen gemeinsam mit den Akteuren vor Ort die Ergebnisse betrachten, über die Arbeiten der Jugendbauhütte mit traditionellen Handwerkstechniken und die weitere Zukunft des Hauses sprechen.

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