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BBIK ...denn Ingenieure bauen (d)eine Zukunft

Baukulturbericht trifft Praxis: Wie digitale Planung und Zusammenarbeit die Kuhdammbrücke transformierten

Am 5. März 2026 hat der Bundestag den Entschließungsantrag zum Baukulturbericht 2024/25 „Infrastrukturen“ verabschiedet. Ziel ist es, Infrastrukturen nicht nur funktional, sondern auch nachhaltig, ressourcenschonend und gesellschaftlich wertvoll zu gestalten – ein Ansatz, der über klassische Planung hinausgeht und Zusammenarbeit sowie innovative Methoden in den Mittelpunkt stellt.

Genau dieses Prinzip veranschaulicht die neue Folge „Von 4 auf 8 - Eine Brücke. Ein Schnitt. Eine kluge Entscheidung“ des Podcast Stadt.Land.Bauen Brandenburg. Die Kuhdammbrücke in Wustermark, ursprünglich knapp 4,5 Meter breit, musste an das Wachstum des Logistikstandorts angepasst werden. Statt eines Abrisses wurde der Bestand clever erweitert: Längsschnitt, Verschiebung der Brückenhälften und Einfügen eines Mittelstücks.

Das Projekt zeigt, wie effizient Planung und Bauausführung Hand in Hand gehen können. Digitale Methoden wie BIM ermöglichten Simulationen der Kräfteverläufe und Bauzustände, was die Abstimmung zwischen Tragwerksplanung, Bauleitung und weiteren Fachplanenden erleichterte. So wurden Ressourcen massiv geschont – nur 160 Tonnen Stahl statt 650 Tonnen für einen Neubau – und gleichzeitig die bestehende Genehmigung genutzt.

Beide Fälle – der Baukulturbericht und die Kuhdammbrücke – machen deutlich: Baukultur entsteht nicht allein durch Gestaltung, sondern durch gute Planung, partnerschaftliche Zusammenarbeit und nachhaltige Entscheidungen. Der Podcast gibt Einblicke, wie diese Prinzipien in der Praxis umgesetzt werden und wie bestehende Infrastruktur intelligent weiterentwickelt werden kann – ein Beispiel dafür, wie Handlungsempfehlungen aus Politik und Baupraxis zusammenwirken

© Bettina Dessaules
© Bettina Dessaules

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