Mitgliederbefragung 2026 zur wirtschaftlichen Lage von Ingenieur und Architekturbüros
Die wirtschaftliche Entwicklung von Ingenieur und Architekturbüros steht in engem Zusammenhang mit politischen Rahmenbedingungen, Marktveränderungen und der Fachkräftesituation. Um diese Entwicklungen fundiert bewerten zu können, wird auch im Jahr 2026 eine bundesweite Mitgliederbefragung durchgeführt. Die Brandenburgische Ingenieurkammer ruft ihre Mitglieder zur Teilnahme auf.
Die Erhebung wird bis zum 15. Juni 2026 vom Institut der deutschen Wirtschaft aus Köln durchgeführt. Auftraggebende Organisationen sind die Bundesingenieurkammer, die Bundesarchitektenkammer, der Verband Beratender Ingenieure sowie der AHO. Ziel ist es, belastbare Daten zur wirtschaftlichen Lage der Planungsbüros zu gewinnen und daraus fundierte Grundlagen für die Interessenvertretung gegenüber Politik und Öffentlichkeit abzuleiten.
Bedeutung der Datengrundlage für die Interessenvertretung
Eine breite Beteiligung ist entscheidend für die Aussagekraft der Ergebnisse. Nur auf Basis einer ausreichend großen und differenzierten Datenbasis lassen sich Entwicklungen valide einordnen. Die Ergebnisse fließen in Stellungnahmen, politische Gespräche und fachliche Positionierungen ein. Themen wie Honorarsituation, Auftragslage, Fachkräftemangel oder regulatorische Anforderungen können so faktenbasiert adressiert werden.
Struktur der Befragung
Die Befragung ist in mehrere thematische Blöcke gegliedert, die zentrale Aspekte der Bürostruktur und der wirtschaftlichen Situation abbilden:
Im Bereich Strukturdaten werden grundlegende Informationen erhoben. Dazu zählen unter anderem die Umsatzverteilung sowie der Unternehmenssitz. Diese Angaben ermöglichen eine differenzierte Auswertung nach Bürogröße, Region und Tätigkeitsprofil.
Der Abschnitt zur betriebswirtschaftlichen Lage umfasst Fragen zu Leistungen, Kosten und Auftragsbestand. Diese Daten sind wesentlich, um die aktuelle wirtschaftliche Situation der Büros zu bewerten und Trends sichtbar zu machen.
Die Personalstruktur bildet einen weiteren Schwerpunkt. Hier werden Angaben zur Belegschaft erfasst, die unter anderem Rückschlüsse auf den Gemeinkostenfaktor sowie die Fachkräftesituation zulassen. Gerade vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels liefert dieser Bereich wichtige Hinweise für die Branchenentwicklung.
Im Block zu den Rahmenbedingungen werden externe Einflussfaktoren betrachtet. Dazu zählen beispielsweise regulatorische Anforderungen, Marktentwicklungen oder administrative Belastungen. Die Ergebnisse unterstützen eine zielgerichtete Priorisierung in der berufspolitischen Arbeit.
Den Abschluss bildet die Möglichkeit, einen individuellen Benchmarkbericht anzufordern. Teilnehmende erhalten nach Auswertung der Daten eine Einordnung ihres Büros im Vergleich zu ähnlich strukturierten Unternehmen.
Datenschutz und Vertraulichkeit
Die Erhebung erfolgt anonym. Sämtliche Angaben werden ausschließlich in aggregierter Form ausgewertet, sodass keine Rückschlüsse auf einzelne Büros möglich sind. Der Schutz sensibler Unternehmensdaten ist damit gewährleistet.
Nutzen für teilnehmende Büros
Neben dem Beitrag zur Stärkung der gemeinsamen Interessenvertretung bietet die Teilnahme auch einen direkten Mehrwert. Der individuelle Benchmarkbericht ermöglicht eine fundierte Standortbestimmung des eigenen Büros im Branchenvergleich. Dies kann als Grundlage für strategische Entscheidungen in den Bereichen Personal, Honorarstruktur oder Geschäftsentwicklung dienen.
Rückblick auf die Befragung 2025
Die Ergebnisse der Befragung aus dem Jahr 2025 haben gezeigt, wie wichtig eine kontinuierliche Datenerhebung ist. Sie lieferten unter anderem Erkenntnisse zur Entwicklung der Auftragslage und zur wirtschaftlichen Stabilität der Büros. Gleichzeitig wurden strukturelle Herausforderungen sichtbar, etwa im Bereich Personalgewinnung und Kostenentwicklung. Die Befragung 2026 knüpft daran an und ermöglicht eine Fortschreibung dieser Trends.
Aufruf zur Teilnahme
Die Brandenburgische Ingenieurkammer empfiehlt allen Mitgliedern die Teilnahme an der Befragung. Jede einzelne Rückmeldung trägt dazu bei, ein realistisches Gesamtbild der Branche zu zeichnen und die Interessen der Ingenieur und Architekturbüros wirkungsvoll zu vertreten.
Die Teilnahme ist bis zum 15. Juni 2026 möglich.
