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Hinweise für prüffähige statische Berechnungen

Statische Berechnungen sind ein zentraler Bestandteil der Tragwerksplanung. Eine neue Handreichung der Bundesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik gibt Hinweise zur Form, Gliederung und zum Inhalt solcher Unterlagen und unterstützt damit eine nachvollziehbare und effiziente Prüfung.

Der Technische Koordinierungsausschuss der Bundesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik e. V. hat eine Handreichung mit dem Titel „Hinweise zu Form und Inhalt prüffähiger statischer Berechnungen“ veröffentlicht. Die Empfehlungen richten sich an Tragwerksplanende und sollen dazu beitragen, statische Unterlagen übersichtlich, verständlich und für die Prüfung gut nachvollziehbar aufzubereiten.

Nachvollziehbare Unterlagen als Grundlage der Prüfung

Statische Berechnungen dokumentieren die wesentlichen Nachweise zur Standsicherheit eines Bauwerks. Sie bilden die Grundlage für die Prüfung durch Prüfingenieurinnen und Prüfingenieure sowie für die spätere Nachvollziehbarkeit planerischer Entscheidungen. Neben der rechnerischen Richtigkeit spielt deshalb auch die Struktur und Verständlichkeit der Unterlagen eine wichtige Rolle.

Die neue Handreichung gibt allgemeine Empfehlungen zur Gestaltung prüffähiger statischer Berechnungen. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen zur äußeren Form, zur Gliederung und zu den erforderlichen Inhalten. Eine einheitliche und klare Darstellung kann dazu beitragen, Prüfprozesse zu unterstützen und die Kommunikation zwischen den an Planung und Prüfung Beteiligten zu erleichtern.

Struktur und Inhalt statischer Berechnungen

Prüffähige statische Berechnungen müssen die getroffenen Annahmen, verwendeten Grundlagen und Nachweisführungen transparent darstellen. Dazu gehören unter anderem die Beschreibung des Tragwerks, die zugrunde gelegten Einwirkungen, die verwendeten Materialien und die angewandten Berechnungsverfahren.

Eine übersichtliche Gliederung ermöglicht es, einzelne Nachweise schnell aufzufinden und Zusammenhänge zwischen Eingangsgrößen, Berechnungsschritten und Ergebnissen nachzuvollziehen. Besonders bei komplexen Bauvorhaben mit mehreren Tragwerksbereichen oder unterschiedlichen Berechnungsmethoden gewinnt eine klare Dokumentation an Bedeutung.

Die Hinweise des Technischen Koordinierungsausschusses verstehen sich nicht als zusätzliche technische Regel oder verbindliche Vorgabe, sondern als Arbeitshilfe für die Erstellung statischer Unterlagen. Sie ergänzen bestehende Regelwerke und unterstützen eine einheitliche Vorgehensweise bei der Zusammenstellung von Berechnungen.

Bedeutung für Tragwerksplanung und Bauprüfung

Die Anforderungen an statische Nachweise haben sich durch die zunehmende Komplexität von Bauprojekten, neue Bauweisen und den Einsatz digitaler Planungsmethoden weiterentwickelt. Gleichzeitig bleibt die prüffähige Dokumentation ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung im Bauwesen.

Für Tragwerksplanende bedeutet dies, neben der eigentlichen Berechnung auch die Darstellung der Nachweise als Teil der Planungsleistung zu betrachten. Verständliche und strukturierte Unterlagen erleichtern die Zusammenarbeit mit Prüfstellen, Behörden und weiteren Beteiligten im Planungsprozess.

Die Handreichung steht als ergänzende Arbeitshilfe für die Praxis zur Verfügung. Sie kann von Tragwerksplanenden, Prüfenden und weiteren am Bau Beteiligten genutzt werden, um statische Berechnungen einheitlicher aufzubauen und deren Prüfbarkeit zu unterstützen.

Die Veröffentlichung der Hinweise erfolgt vor dem Hintergrund fortlaufender Entwicklungen im Bauwesen, darunter die zunehmende Digitalisierung von Planungs- und Prüfprozessen sowie die wachsende Bedeutung nachvollziehbarer Dokumentationen über den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken.

>> Hier geht es zur Handreichung

 © JT Jeeraphun | AdobeStock
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Prüffähige statische Berechnungen richtig erstellen | Brandenburgische Ingenieurkammer