Nachwuchsförderung im Ingenieurwesen Arena Modelle im Schülerwettbewerb Junior.ING 2026 ausgezeichnet
Im Brandenburgsaal der Staatskanzlei wurden am 15. April 2026 die Landessiegerinnen und Landessieger des Schülerwettbewerbs Junior.ING der Brandenburgischen Ingenieurkammer geehrt. Im Mittelpunkt standen kreative und konstruktiv anspruchsvolle Modellbauten unter dem Motto „Arena gut überdacht“.
Am diesjährigen Wettbewerb beteiligten sich 260 Schülerinnen und Schüler aus 19 Schulen in Brandenburg. Insgesamt wurden 96 Modelle eingereicht. Diese verteilten sich auf zwei Alterskategorien mit 71 Arbeiten in der jüngeren und 25 Arbeiten in der älteren Gruppe.
Die Teilnehmenden investierten gemeinsam rund 1494 Arbeitsstunden in Entwurf, Konstruktion und Test ihrer Modelle. Neben gestalterischen Aspekten standen insbesondere Tragfähigkeit, Materialwahl und die Einhaltung der vorgegebenen technischen Rahmenbedingungen im Fokus.
Ein zentrales Bewertungskriterium war der Funktionstest der Konstruktionen. Nur Modelle, die diesen erfolgreich bestanden, wurden in die finale Bewertung einbezogen. Die Jury legte zudem Wert auf eine vierfache Gewichtung der statischen Konstruktion sowie eine doppelte Gewichtung von Gestaltung, Originalität und Verarbeitungsqualität. Damit orientiert sich der Wettbewerb an typischen Anforderungen aus der Ingenieurpraxis.
Einblicke in ingenieurtechnisches Arbeiten
Die Aufgabenstellung forderte die Teilnehmenden dazu auf, eine überdachte Arena zu entwerfen und als Modell umzusetzen. Dabei ging es nicht nur um kreative Ideen, sondern auch um konstruktive Umsetzbarkeit und strukturelle Stabilität.
Nach Einschätzung der Jury spiegeln die eingereichten Arbeiten ein breites Spektrum an Lösungsansätzen wider. Besonders deutlich wurde, wie stark bereits in der schulischen Auseinandersetzung mit Technik systematisches Denken und iterative Verbesserungsprozesse eine Rolle spielen.
Stimmen aus Praxis und Politik
Sabrina Voigt, Vorstandsmitglied der Brandenburgischen Ingenieurkammer, betonte die Bedeutung des Wettbewerbs für die Nachwuchsförderung im Ingenieurwesen. Die Arbeiten zeigten, wie viel technisches Verständnis und Engagement bei jungen Menschen vorhanden ist und welches Potenzial für die Zukunft der Branche daraus entstehen kann.
Auch der Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg hob die Relevanz von Kreativität, Teamarbeit und technischem Denken hervor. Ingenieurinnen und Ingenieure leisten einen wichtigen Beitrag zur Bearbeitung gesellschaftlicher und technologischer Herausforderungen, unter anderem in den Bereichen Energie, Mobilität und Digitalisierung.
Sonderpreis für kontinuierliches Engagement
Erstmals wurde ein Sonderpreis für langfristige Beteiligung am Wettbewerb vergeben. Ausgezeichnet wurde das Vicco-von-Bülow-Gymnasium Stahnsdorf. Eine besondere Erwähnung erhielt zudem die Grace-Hopper-Gesamtschule Teltow, die ebenfalls kontinuierlich am Wettbewerb teilnimmt.
